Editorial

Nacht – Tag

Der Dezember ist der dunkelste Monat des Jahres. Im Durchschnitt ist es täglich nur ungefähr acht Stunden lang hell. Im Juni sind es doppelt so viele Stunden. Gelegentlich bin ich in der Dunkelheit morgens oder abends zu Fuß unterwegs. Dabei ist mir aufgefallen, dass Autofahrer in der Dunkelheit eher bereit sind, über „dunkelorange“ leuchtende Ampeln zu fahren als am helllichten Tag. Für Fußgänger und Radfahrer ist das lebensgefährlich. Zudem ist das Ungehorsam der Obrigkeit gegenüber.

In diesem Zusammenhang erinnere ich an die Belehrung des Apostels Paulus in Römer 13. Dort schreibt er: „Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. Lasst uns nun die Werke der Finsternis ablegen, die Waffen des Lichts aber anziehen. Lasst uns anständig wandeln wie am Tag; nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Unzuchthandlungen und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid; sondern zieht den Herrn Jesus Christus an, und treibt nicht Vorsorge für das Fleisch zur Befriedigung seiner Begierden“ (Röm 13,12-14).

Als Christen gehören wir schon heute zum „Tag“, obwohl dieser „Tag“ eigentlich erst mit der Erscheinung unseres Herrn beginnt, wenn Er also als Herrscher auf diese Erde zurückkommt (2. Tim 4,8). Wir können und sollen schon heute ein Leben führen, das zum „Tag“ passt. Wie leicht tun auch wir so, als ob man das, was wir treiben, in der Dunkelheit der Nacht nicht sehen könnte. Einer aber sieht, was du an deinem Smartphone oder auf der Straße oder ... tust, wenn du alleine bist.

Durch einen anständigen Lebenswandel ehrst du deinen Retter und Herrn. Es mag sein, dass dich deine Schulkameraden oder Arbeitskollegen verspotten. Vergiss aber nicht, dass dein Herr dich sieht und segnen wird, wenn du für Ihn lebst.

Dazu ist es hilfreich, immer mal wieder beim „TÜV“ vorbeizuschauen (S. 14) und sich treue Gläubige wie Daniel zum Vorbild zu nehmen (S. 22). Wenn zudem der Herr Jesus dein Herz erfüllt (S.10), wirst du einen guten Weg gehen. Das wünsche ich dir von ganzem Herzen!