Editorial

Jakobus

Diese Ausgabe von „Folge mir nach“ ist wieder ein Themenheft. Wir beschäftigen uns darin mit dem Brief des Jakobus aus dem Neuen Testament. Der erste Eindruck beim Lesen des Briefes (wenn du den kurzen Brief einmal „in einem Rutsch“ durchliest) kann durchaus zweigeteilt sein.

Einerseits

Da schreibt Jakobus: „Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod“ (Kap. 1,15). Hat Paulus nicht das Gegenteil gesagt? „Die Sünde aber, durch das Gebot Anlass nehmend, bewirkte jede Begierde in mir; denn ohne Gesetz ist die Sünde tot“ (Röm 7,8). Was ist denn jetzt zuerst da: die Sünde oder die Begierde? Da es keine Widersprüche in der Bibel gibt, muss die Erklärung woanders liegen. Die Erklärung ist nicht so schwer: Paulus schreibt oft eher grundsätzlich. Er meint mit Sünde die in uns wohnende Sünde, das Prinzip, das dann die Begierde auslöst. Jakobus hingegen ist immer praktisch. Er meint mit Sünde die konkrete Tatsünde, die von der Begierde in uns ausgelöst wird.

So gibt es bei Jakobus mitunter Aussagen, die scheinbar im Widerspruch zu anderen Aussagen der Schrift stehen. Bei näherem Hinsehen ist dies aber durchaus nicht der Fall (s. auch der Artikel „Glaube und Werke“, S. 18).

Andererseits

Neben den Versen, die auf den ersten Blick schwierig erscheinen, gibt es bei Jakobus viele eingängige Aussagen. Die Aussagen über die Zunge in Kapitel 3 (s. Reden und Zunge, S. 22) sind klar und deutlich. Auch seine Aussagen über reich und arm können sehr unbequem sein (s. Arm und Reich, S. 14). Und die Gedanken über Prüfungen und Versuchungen sind Themen, die du aus deinem Leben nur zu gut kennen wirst (s. Prüfungen und Versuchungen, S. 9).

Hierbei ist nicht das Verständnis unser vorrangiges Problem, sondern eher die Umsetzung in die Praxis. Doch auch hier hat Jakobus einen guten Rat: „Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen willig gibt und nichts vorwirft, und sie wird ihm gegeben werden“ (Kap. 1,5)

Ich wünsche Dir eine gesegnete Zeit bei der Beschäftigung mit dem Jakobusbrief!




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