Wenn ER heute noch käme, fände Er mich ...

Dass Jesus, der Herr, bald wiederkommt, haben die meisten von uns vermutlich schon sehr oft gehört. Aber – was bedeutet dieses Wissen konkret für deinen und meinen Alltag, für unser Leben mit dem Herrn? Der Jahresbeginn ist eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken und wenn nötig umzudenken.

 

… wachend,

Jesus spricht in einem Gleichnis über das Warten der Knechte auf die Rückkehr eines Herrn von der Hochzeit (Lk 12,35-37). Die Ankunft ist ganz nahe, aber eben nicht exakt terminierbar, es könnte noch ein paar Stunden dauern. Die Knechte haben die Hände sozusagen schon auf der Türklinke, um ihrem Herrn sofort bei seinem Eintreffen öffnen zu können. Glückliche Leute – sie werden reich belohnt! Und wir? Wird unser Lebensstil durch diese Erwartungshaltung geprägt?

 

… beschäftigt,

Diese Wartezeit meint nicht Leerlauf – nein, mit vollem Einsatz setzt sich der „kluge Verwalter“ im nächsten Gleichnis (Lk 12,41-44) für sein Team ein. Glücklich auch dieser Knecht – der Lohn liegt bereit. Und wir? Gibt es Aufgaben, die wir heute (nicht morgen!) anpacken sollten, Menschen, die heute auf unsere Hilfe warten?

 

… evangelisierend,

Paulus wusste, dass mit dem Kommen des Herrn auch die Gelegenheit, sich zu bekehren, für alle Hörer der Botschaft enden würde. Alle würden einmal vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen müssen, für Nicht-Erlöste mit ewigem Gericht als Folge. Daher setzte er allen Eifer ein – gedrängt auch von der Liebe des Christus –, die Menschen von der Notwendigkeit der Umkehr zu überzeugen (2. Kor 5,10.11). Und wir? Flyer, Videos, Shorts für den Status, persönliche Gespräche – nutzen wir das alles im Bewusstsein der kurzen Zeitspanne, die uns noch bleibt – und der ewigen Bestimmung jedes Mitmenschen?

 

… in Frieden,

Ja, mit dem Kommen des Herrn ist für uns Gläubige jede Not auf der Erde zu Ende – aber der Herr möchte uns untadelig in Frieden vorfinden (2. Pet 3,14). Leben wir, so viel an uns liegt, in Frieden mit allen Menschen? Sind gestörte Beziehungen wiederhergestellt – zu Eltern, Kindern, Glaubensgeschwistern, Kollegen? Was für eine Freude für den Herrn, wenn wir bei seinem Kommen so „von ihm befunden“ werden!

 

… lesend und hörend?

Die Hörer und Leser der Offenbarung werden glücklich gepriesen (Off 1,3) – weil der Inhalt des Buches eine Ausrichtung nach oben, auf den Kommenden (Heb 10,37), bewirkt und zu einer treuen Nachfolge anspornt. Und wir? Hat unser Bibellesen Auswirkungen auf unser Leben – auf ein aktives Leben in Hoffnung?

 

„Folge mir nach“ möchte auch in 2023 zu dieser Nachfolge motivieren. 

 

Viel Freude mit dem Herrn Jesus in 2023 – ER kommt bald!

 


Das aktuelle Heft: 01/2023

Editorial

Martin Schäfer

Wenn ER heute noch käme, fände Er mich ...

Dass Jesus, der Herr, bald wiederkommt, haben die meisten von uns vermutlich schon sehr oft gehört. Aber – was bedeutet dieses Wissen konkret für deinen und meinen Alltag, für unser Leben mit dem Herrn? Der Jahresbeginn ist eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken und wenn nötig umzudenken. … wachend, Jesus spricht in einem Gleichnis über das ...

S. 2

Aktuelles

Michael Vogelsang

Jahresanfang – Zeit zum Loben

Wirtreten über eine neue Jahresschwelleund einegute Anzahl der Probleme und Sorgen des letzten Jahres nehmen wir mit:eine abschwellende Pandemie, der Krieg in der Ukraine, der immer noch andauert,die wirtschaftlichen Folgenmit Inflation und Preissteigerungen. All diese Gedanken können uns beschäftigenund zur Folge haben, dass wirdie Aufforderung in Psalm 103,2vergessen: ...

S. 4

Glaube im Alltag

André Pixberg

Kurze Zeit – kleine Zeit

Jedem Menschen steht eine begrenzte Lebenszeit zur Verfügung. Diese Zeit steht in Gottes Hand – sie ist mal länger, mal kürzer. Wann sie zu Ende geht, bestimmt allein Er. Wie wir sie nutzen, steht in unserer Verantwortung. 1. Unser Leben – eine kurze Zeit Wenn die Bibel über unsere Lebenszeit spricht, wird deutlich, dass diese nur von kurzer Dauer ist. ...

S. 8

Personen der Bibel

Daniel Melui

Lydia, die Purpurhändlerin

Für Abonnenten

„Und eine gewisse Frau, mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, die Gott anbetete, hörte zu, deren Herz der Herr auftat, dass sie achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber getauft worden war und ihr Haus, bat sie und sagte: Wenn ihr urteilt, dass ich dem Herrn treu bin, so kehrt in mein Haus ein und bleibt. Und sie nötigte uns.“ ...

S. 11

Buchbesprechung

Manuel Seibel

Paulus – sein Leben, sein Dienst, sein Vermächtnis (von Ernst-August Bremicker und Michael Hardt)

Kein anderer Schreiber des Neuen Testaments ist so prägend für die christliche Zeit wie der Apostel Paulus. Er wurde nicht während des Lebens Jesu in den Dienst gestellt, sondern „erst“ durch den verherrlichten Christus berufen. Genau das macht auch den Charakter seiner Aufgaben aus: Paulus zeugt vom erhöhten Christus und zeigt die himmlische Stellung der ...

S. 16

Personen der Bibel

Manuel Seibel

Henoch – der Siebte von Adam

Für Abonnenten

In Judas 14 sagt der Heilige Geist von Henoch, dass er der Siebte von Adam ist. Man fragt sich: Warum bedarf es einer solchen besonderen Kennzeichnung dieses Mannes Gottes? Wir wissen, dass die Bibel kein überflüssiges Wort enthält, denn sie stammt „aus Gottes Feder“. Da hat alles seinen festen und notwendigen Platz. So auch hier. Es ist wirklich wichtig für ...

S. 20

Augen-Blick

Nicht ich – nur Er!

Für Abonnenten

Nicht ich, sondern Christus werde geehrt, geliebt, erhoben. Nicht ich, sondern Christus werde gesehen, gekannt, gehört. Nicht ich, sondern Christus sei in jedem Blick, jeder Tat. Nicht ich, sondern Christus sei in jedem Gedanken, jedem Wort. Nicht ich, sondern Christus in niedriger, stiller Arbeit. Nicht ich, sondern Christus in demütigem, gewissenhaften Mühen. Christus, nur Christus, kein ...

S. 26

Die gute Saat

Aus dem Kalender "Die Gute Saat"

Der Fund im Mülleimer

„Wenn jemand in Christus ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Alles aber von dem Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus.“ 2. Korinther 5,17.18 Vor 42 Jahren bin ich in Matamoros in Mexiko geboren. In meiner Kindheit wurde ich sehr verwöhnt; später besuchte ich die Universität in Mexiko-Stadt. ...

S. 28


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Artikel zum Thema Tod

W. Mücher

Worin besteht die Macht des Todes?

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Der Herr des Todes

5/02

M. Franke

Der Lohn der Sünde ist der Tod

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3/98

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2/06