Der Blick nach oben

Vor einigen Wochen sangen wir in der Sonntags-Zusammenkunft der Gläubigen die Liedstrophe, in der es heißt: „… mach uns von Sorg‘ und Unruh frei“ – gesungen als Bitte um innere Ruhe zum Zuhören, zum Hören auf Gottes Wort, das gepredigt werden sollte.

Aber dann wurde deutlich, dass diese Bitte einen weiter und tiefer reichenden Bezug haben konnte, nämlich auf unsere Haltung in den Situationen, die wir täglich durchleben. Eine passende Bitte auch am Anfang eines Jahres, das sogleich mit Einschränkungen, Fragen und Sorgen beginnt. Darum ist auch im Artikel „Zum Neuen Jahr 2021“ (s. S. 5) das erste Bibelzitat der Vers „Seid um nichts besorgt, sondern …“ (Phil 4,6).

Machen wir uns nicht doch – und berechtigterweise – manche Sorgen? Wir sehen Gefahren vor uns, für unsere Jungen, auch unsere Alten, in unterschiedlicher Weise. Sicher, aber gerade da lässt Gott uns sagen: „… in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen (= Sorgen) vor Gott kundwerden“ und „indem ihr all eure Sorge auf ihn werft, denn er ist besorgt für euch“ (1. Pet 5,7). Das ist die Zusicherung des großen Gottes, des „Vaters der Erbarmungen“, der uns mit unwandelbarer Liebe trägt.

Sich Sorgen machen, das ist eine Seite – Sorge tragen, das ist eine zweite Seite. Das erste sieht oft ängstlich und unruhig abwartend aus, das zweite bedeutet, besonnen und tatkräftig eine erkannte Aufgabe erfüllen. Paulus hatte die Sorge um alle Versammlungen auf dem Herzen (2. Kor 11,28), an Titus schreibt er, „damit die, die Gott geglaubt haben, Sorge tragen, gute Werke zu betreiben“ (Tit 3,8).

Wir sollten auch diese Seite der „Sorge“ kennen: für das Evangelium (s. S. 21), für die Verbreitung und das Festhalten der Wahrheit (s. S. 25.26), für die Mitgläubigen und ihre Bedürfnisse.

In dem einen wie in dem anderen geht es um Glauben und Vertrauen auf den Herrn allein, ohne Ihn geht gar nichts. Es gilt, auf Ihn zu blicken.

Das oben erwähnte Lied beginnt übrigens mit den Worten: „Herr, lenke unsern Sinn empor…“    

Das wünsche ich uns für jeden Tag.  


Das aktuelle Heft: 01/2021

Editorial

Rainer Brockhaus

Der Blick nach oben

Vor einigen Wochen sangen wir in der Sonntags-Zusammenkunft der Gläubigen die Liedstrophe, in der es heißt: „… mach uns von Sorg‘ und Unruh frei“ – gesungen als Bitte um innere Ruhe zum Zuhören, zum Hören auf Gottes Wort, das gepredigt werden sollte. Aber dann wurde deutlich, dass diese Bitte einen weiter und tiefer reichenden Bezug haben ...

S. 2

Aktuelles

Manuel Seibel

Zum neuen Jahr 2021

Für Abonnenten

Ein denkwürdiges Jahr ist zu Ende gegangen. Niemand hätte vorher ahnen können, was das Jahr 2020 für die Menschen bringen würde. Es war noch nicht das Wiederkommen Jesu zur Entrückung. Aber es war ein Donnerhall, den Gott uns hat hören lassen. Und das neue Jahr? Wie gut, dass wir nicht wissen, was auf uns zukommt! Wahrscheinlich hängt den meisten das ...

S. 4

Jesus Christus

Matthias Krommweh

Jesaja 53: Christus – der leidende Knecht

In Jesaja 53 haben wir ein wunderbares Kapitel, das uns in eindrücklicher Weise die Leiden des gerechten Knechtes Gottes zeigt (Jes 53,11). Es ist ohne Frage der Höhepunkt dieses Bibelbuches und in seinen Aussagen so vielschichtig, dass wir uns in dieser Reihe nur auf einige wenige Aspekte beschränken können und das Interesse an einem tieferen Einstieg in diese ...

S. 10

Bibel praktisch

 nach W. J. Hocking

Verborgene Sünden

Für Abonnenten

In einem seiner Psalmen bittet David den Herrn, ihn vor den gefährlichen Feinden zu retten, die ihn umgeben. Er fürchtet sich vor ihren unerwarteten Angriffen und vergleicht sie daher mit jungen Löwen, die in einem Versteck auf der Lauer liegen (Ps 17,12). Davor will David bewahrt bleiben. Mit solchen Feinden haben wir wenig zu tun. Aber denken wir daran, dass der Feind ...

S. 16

Mission

Frank Warias

Geht hin!

Für Abonnenten

Unser Herr sagt: „Geht hin in die ganze Welt und predigt der ganzen Schöpfung das Evangelium“ (Markus 16,15). Er sagt: „Geht hin!“ – und nicht: „Wartet ab!“ Naaman war aussätzig. Aber da war das Mädchen, das man aus Israel gefangen weggeführt hatte und das in seinem Haus war. Dieses Mädchen überlegte nicht abwartend: ...

S. 20

Bibel praktisch

Manuel Walter

Treue Leute gesucht

Für Abonnenten

Nachdem der Herr Jesus in den Himmel aufgefahren war und der Heilige Geist auf die Erde herabgesandt wurde, verkündigten die Jünger den verlorenen Menschen das Evangelium der Gnade. Daraufhin bekehrten sich viele zu Gott. Sie ließen sich taufen und waren ein lebendiges Zeugnis von Christus. Diese von neuem geborenen Christen bildeten die Christenheit in den ersten Tagen. ...

S. 22

Die gute Saat

Der Adler

Wie der Adler sein Nest aufstört, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie aufnimmt, sie auf seinen Schwingen trägt; so leitete ihn der Herr allein. 5. Mose 32,11.12 Hoch oben in den Kiefern über dem schönen Itasca-See im Norden Minnesotas (USA) befindet sich das Nest eines Weißkopfseeadlers. Mit einigen anderen Beobachtern hatte ich das ...

S. 28


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