Augen-Blick

Pflicht oder Herzensanliegen?

Kilian sitzt vor seiner aufgeschlagenen Bibel. „Mit welchem Bibelbuch geht heute Bibelleseplan weiter? Hesekiel?! Oh, nein! Da werde ich wohl nichts verstehen. Was soll’s. Kapitel eins bis drei.“ Nach 15 Minuten ist er durch, dann folgt sein Morgengebet und er ist startklar für den Tag. So geht es die ganze Woche über. „Nur“ zweimal ist er zu spät wach geworden und hat kurz einen Vers lesen können.

Am Wochenende fällt ihm auf, dass für ihn das Bibellesen zu einer Pflichtaufgabe geworden ist. Sein Herz bleibt irgendwie unberührt. „So kann das nicht weitergehen“, beschließt Kilian. „Der Leseplan ist gut, aber wenn mein Herz nicht offen ist für Gottes Wort, kann ich noch so ausdauernd alle Abschnitte lesen; es bringt mir nichts.“ Er überlegt, was er ändern könnte. Zu allererst fällt ihm ein, dass er vor dem Bibellesen innerlich gar nicht zur Ruhe kommt. Deswegen will er sich jetzt bewusst auf das Lesen konzentrieren und vorher seinen himmlischen Vater um Ruhe und ein aufnahmebereites Herz bitten. Außerdem möchte er eine Auslegung dazunehmen, um das Bibelbuch besser zu verstehen. Und auch wenn vieles noch nicht klar ist, ist er sich sicher, dass er doch neue Eindrücke sammeln wird von Gott. Und bestimmt ist auch in diesem Bibelbuch der Sohn Gottes, sein Retter und Herr zu finden.

Sieht es in deinem Leben vielleicht auch so aus wie bei Kilian? Ist das Lesen in der Bibel eine Pflicht geworden? Dann hilft es dir vielleicht

  • vorher um ein aufnahmebereites Herz zu beten
  • innerlich zur Ruhe zu kommen.
  • eine gute Erklärung zu benutzen

Gott möchte sich durch sein Wort zeigen und den Herrn Jesus groß machen – auch, wenn nicht jeder Bibelabschnitt konkret in dein Leben hineinredet. Du bist Ihm so wichtig, dass Er gerne zu dir spricht und Gemeinschaft mit dir hat. Da wollen wir Ihm doch gerne zuhören!