Jesus Christus

Stern über Bethlehem

Joseph und Maria mit einem Kind, das in einer Krippe liegt, daneben drei königlich gekleidete Personen – alle zusammen in einem Stallgebäude, darüber ein Stern mit Schweif. So oder ähnlich wird die „Weihnachtskrippe“ dargestellt. Alles richtig? Ausgehend von dem geheimnisvollen Stern wollen wir die biblische Szene in Bethlehem kurz nachzeichnen.

Was war das für ein Stern?

Die Magier hatten einen Stern gesehen – zuerst in ihrer Heimat, im Orient, dann vor und über Bethlehem. Kam dieser Stern dadurch zustande, dass sich mehrere Sterne in einer seltenen Konstellation befanden (Planetenkonjunktion), so dass man von der Erde aus nur einen Stern erkennen konnte? Da die Magier eine weite Reise von vielen Wochen zurücklegten, konnte das nicht der Fall sein. Denn solche Konstellationen sind nur kurze Zeit sichtbar.

Dass der Stern von Bethlehem ein Komet oder eine Supernova war, ist auch unwahrscheinlich, da die Bewegung des Sterns untypisch war. Zuerst war er im Orient erschienen, Wochen oder sogar Monate später begleitete er eine kurze Strecke die Magier und dann blieb er „oben über dem Ort stehen, wo das Kind war“ (Mt 2,9). Die genaue Beschreibung im Bibeltext weist eher auf einen „Sonderstern“ hin, den Gott zur Geburtsankündigung Jesu erscheinen und dann wieder verschwinden ließ.

Wie wurden die Magier auf den Stern aufmerksam?

Die Magier waren orientalische Sternkundige und Priester. Da wundert es nicht, dass sie den Himmel genau beobachteten. Doch fällt auf, dass sie diesen Stern sofort identifizierten konnten: Es war der Stern des Königs der Juden (Mt 2,2). Woher wussten sie das? Es ist anzunehmen, dass sie die Prophezeiung Bileams kannten, die er Jahrhunderte vorher ausgesprochen hatte, zumal er in ihrer Gegend wohnte: „Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, ich schaue ihn, aber nicht nahe; ein Stern tritt hervor aus Jakob und ein Zepter erhebt sich aus Israel“ (4. Mo 24,17). Außerdem ist wahrscheinlich, dass Vorhersagen des Propheten Daniels in Babylon bekannt waren, wenn man berücksichtigt, welche politische Stellung Daniel dort hatte. Diese Prophezeiung gibt genau an, wann der Messias kommen und auch wieder weggetan werden würde (Dan 9,25.26).

Wann stand der Stern über Bethlehem?

Um die Zeit der Geburt Jesu erschien der Stern im Orient. Dann verschwand er wieder und tauchte auf dem Weg zwischen Jerusalem und Bethlehem wieder auf. Wenn man davon ausgeht, dass die Magier ihre Reise vorbereiteten bevor sie loszogen und bei ihrem Zwischenstopp in Jerusalem einige Zeit verbrachten, dann trafen sie erst Monate nach der Geburt Jesu in Jerusalem ein – vielleicht sogar erst ein Jahr später. Denn warum ließ Herodes alle Jungen im Alter von zwei Jahren und darunter töten? Weil er von den Magiern erfahren hatte, wann der Stern bei ihnen erschienen war (Mt 2,7.16), nämlich einige Monate vorher. Einen Neugeborenen trafen die Magier jedenfalls nicht an, Krippe und Stall vermutlich auch nicht. Matthäus berichtet von einem Haus, in dem die Fremden „das Kind mit Maria, seiner Mutter“ sahen (Mt 2,11).

Hat also Joseph mit seiner Familie über längere Zeit in Bethlehem gewohnt, bis die Magier kamen? Nein, nachdem die Eltern mit dem Neugeborenen im Tempel gewesen waren und das vorgeschriebene Opfer gebracht hatten, reisten sie wieder ab (Lk 2,39). Sie kamen später wieder, da die Familie jährlich zum Passahfest nach Jerusalem ging (Lk 2,41). Es ist also nicht verwunderlich, dass sie in einem Haus in Bethlehem Halt gemacht haben, zumal Bethlehem der Geburtsort ihres heiligen Sohnes war. Ihm brachten die Magier dort ihre Geschenke und die Anbetung.

Der Stern – ein Zeichen für die Welt

Gott machte die Menschwerdung seines Sohnes durch einen besonderen Stern bekannt. So bedeutend ist dieses Ereignis. Der Sohn Gottes war nicht nur als König zu seinem Volk gekommen – Er ist auch der „Heiland der Welt“ geworden. Bis heute soll uns dieser Stern daran erinnern, dass dem Sohn Gottes alle Ehre gebührt.




Der beste Freund

Diese Monatszeitschrift für Kinder hat viel zu bieten: Spannende Kurzgeschichten, Fort­setzungs­erzählungen, interessante Berichte aus anderen Ländern, vieles aus der Bibel – kindgerecht erklärt, Rätselseiten, Ausmalbilder; Geschichten für die ganz Kleinen (ABC-Seite), eingehefteter vierseitiger Bibelkurs (in den Monaten April-Dezember), ansprechende Gestaltung. Da Der beste Freund die gute Nachricht von Jesus Christus immer wieder ins Blickfeld rückt, ist dieses Heft auch sehr gut zum Verteilen geeignet.

www.derbestefreund.de
Im Glauben leben

Diese Monatszeitschrift wendet sich an alle, die ihr Glaubensleben auf ein gutes Fundament stützen möchten. Dieses Fundament ist die Bibel, das Wort Gottes. Deshalb sollen alle Artikel dieser Zeitschrift zur Bibel und zu einem Leben mit unserem Retter und Herrn Jesus Christus hinführen. Der Leser soll angeregt werden, das Wort Gottes intensiv zu lesen und dann mit in den Alltag zu nehmen, wo der Glaube sich bewährt.

Viele Artikel zu unterschiedlichen Themen - aber immer mit einem Bezug zur Bibel.

www.imglaubenleben.de