Bibel praktisch

Riesen - auch in deinem Leben?

Der junge Mann staunte. Da war das Staatsoberhaupt, der König Saul, in seiner gepanzerten Rüstung, und um ihn ein ganzes Heer israelitischer Soldaten, alles mutige und kampferprobte Männer. Und alle zitterten vor Angst. Sie schauten gebannt in eine bestimmte Richtung, aus der offenbar großes Unheil auf sie zu kam. 

Und dann sah er es auch: Da kam eine riesenhafte Gestalt auf sie zu, bewaffnet mit einem baumstarken Speer und mit einem überdimensionalen Schwert an der Seite. Dieser Riese kam näher und näher und verhöhnte sie lautstark. Ja, er verhöhnte den Gott Israels.

Eine Frage der Perspektive

David, so hieß der junge Mann, hatte auf einmal keine Angst mehr. Er nahm seine kleine Steinschleuder und ging allein auf den Riesen zu. Der hatte ja trotz seiner bedrohlichen Kraft gar keine Chancen in Davids Augen, denn er hatte sich gegen den lebendigen Gott gestellt. Und damit sah das Kräfteverhältnis auf einmal ganz anders aus. Unbekümmert hatte er sich fünf Steine aus einem Bach ausgesucht.

Der Riese höhnte: Du hältst mich wohl für einen Hund, den du mit deinem Schleuderchen vertreiben

kannst! Aber David legte an und schleuderte los. Da fiel dieser gewaltige Riese um, in die Stirn getroffen von Davids Stein. Die Gefahr war beseitigt, denn das ganze Heer der Feinde wurde nun von Bestürzung gepackt und floh! Davids Perspektive war richtig gewesen. (Lies dazu 1. Sam 17)

Die Meinung der Mehrheit kann gerade falsch sein

Eine andere Begebenheit. Ein Mann macht sich unbeliebt, weil er sich nicht der Meinung der Mehrheit anschließt. Er betrachtet die gleichen Fakten aus einer völlig anderen Blickrichtung als seine Kollegen. Und dadurch kommt er zu grundlegend anderen Schlussfolgerungen.

Wieder geht es um Riesen. Das Volk Israel hat eine Truppe von Beobachtern ausgesandt, um das Land zu inspizieren, das Gott ihnen geben möchte. Die Mehrheit der Beobachtertruppe kommt zu dem Ergebnis: „Ein Land, das seine Bewohner frisst.“  Aussichtslos. Sie haben nämlich gigantische Gestalten gesichtet, die offenbar das Land bewohnen. Riesen! Der Beobachter Kaleb aber kommt zu einer völlig anderen Bewertung, nämlich: „Unser Brot werden sie sein.“

Wie kommt er dazu? Er hat Gott in die Rechnung einbezogen. Und dieser Faktor ist so stark, dass er alles andere aufwiegt. Auch die Riesen. (Lies 4. Mose 13 und 14)

Was ist dein Riese?

Kennst du auch „Riesen“ in deinem Leben? Etwas, das zu groß für dich ist, das dich erschreckt? Vielleicht eine Krankheit? Ein familiäres oder berufliches Problem? Der Verlust eines geliebten Menschen? Arbeitslosigkeit? Ein Mensch, der „zu stark“ für dich ist und der dir schaden will? Vielleicht Ängste, die dich „übermannen“ wollen? Eine Leidenschaft oder ein zu intensiv betriebenes Hobby, das dich zu viel Energie, Zeit und Geld kostet? Dem du „verfallen“ bist?  Manchmal ist es auch nur die Unfähigkeit, das Internet zu verlassen bei Themen, die nicht gut für dich sind (oder reine Zeitverschwendung).

Die Blickrichtung muss stimmen

Die Fakten sind oft nicht zu leugnen. Die Bibel beschreibt aber nicht nur das Problem, sondern zeigt auch den Weg zum Sieg über den „Riesen“.

Bei den Beispielen, die Gottes Wort uns gibt, wird deutlich, dass es immer zwei Möglichkeiten gibt, diese Riesen zu sehen und ihnen zu begegnen: 

  1. in der normalen menschlichen Perspektive
  2. in der Glaubensperspektive.

Diese Sichtweisen führen zu völlig unterschiedlichen Bewertungen und Verhaltensweisen, obwohl die „Riesen“ jedes Mal exakt die Gleichen sind. 

Wenn wir unseren Herrn in die Rechnung einbeziehen, ändert sich das Bild grundlegend. ER ist jeder Situation gewachsen. Für uns kommt es allein auf die richtige Blickrichtung an:

„... Indem wir nicht das anschauen, was man sieht, sondern das, was man nicht sieht; denn das, was man sieht, ist zeitlich, das aber, was man nicht sieht ewig“ (2. Kor 4,18).

Wenn wir diese Glaubensperspektive anwenden, werden die „Riesen“ in unserem Leben klein.

 

Mach, was klein Dir, mir klein,

was Dir groß ist, mir groß;

dass ich folge Dir, Jesus, allein.




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Im Glauben leben

Diese Monatszeitschrift wendet sich an alle, die ihr Glaubensleben auf ein gutes Fundament stützen möchten. Dieses Fundament ist die Bibel, das Wort Gottes. Deshalb sollen alle Artikel dieser Zeitschrift zur Bibel und zu einem Leben mit unserem Retter und Herrn Jesus Christus hinführen. Der Leser soll angeregt werden, das Wort Gottes intensiv zu lesen und dann mit in den Alltag zu nehmen, wo der Glaube sich bewährt.

Viele Artikel zu unterschiedlichen Themen - aber immer mit einem Bezug zur Bibel.

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