Personen in der Bibel

Abigail – ein Vorbild für Nachfolger

Bevor David als König über Israel regierte, wurde er lange Zeit von Saul verfolgt und gejagt. Einige Männer kamen in dieser Zeit zu ihm, die ihm anhingen und seine Verwerfung teilten.

Eines Tages kam in dieser Leidenszeit  auch eine Frau zu ihm, der Gott das Zeugnis ausstellen konnte, dass sie „von guter Einsicht und schön von Gestalt“ war: Abigail, die Frau Nabals. Ihre Einsicht zeigte sich besonders darin, dass sie in David den zukünftigen König erkannte und ihn vor einer schlimmen Sünde bewahrte. Nach dem Tod ihres Ehemanns Nabal bat David Abigail, seine Frau zu werden. Ihre Reaktion auf sein Werben ist sehr schön und zeigt uns manche Hinweise, die wir auf unsere Nachfolge des Herrn Jesus anwenden können.

Die Bekehrung – Startpunkt zur Nachfolge

Der Startpunkt eines Lebens in der Nachfolge des Herrn Jesus ist die Bekehrung. Das ist der Punkt in unserem Leben, wo wir Buße über unsere Sünden tun und im Glauben an das vollbrachte Erlösungswerk zu dem Herrn Jesus kommen, um von da an nicht mehr für uns selbst, sondern für Ihn und mit Ihm zu leben.

Der Bericht über Abigail in 1. Samuel 25 deutet verschiedene Punkte an, die mit der Bekehrung eines Menschen verglichen werden können:

  • Abigail kommt zu David (V. 18-22);
  • sie spricht ein Schuldbekenntnis aus (V. 23-25);
  • sie erkennt die Größe Davids an (V. 26-31);
  • David begegnet ihr in Gnade (V. 32-35);
  • die Beziehung zu ihrem ersten Mann wird durch den Tod gelöst (V. 36-38);
  • sie kommt in eine sehr innige Beziehung mit David (V. 39-42).

Bist du schon zu dem Herrn Jesus gekommen und hast dich zu Ihm bekehrt? Wenn nicht, dann tu es heute und nimm das Heilsangebot Gottes an!

Die Befreiung – Motivation zur Nachfolge

Bevor Abigail mit David in Verbindung kam, war sie mit Nabal, einem sehr bösen und egoistischen Mann, verheiratet (vgl. V. 3.17.25). Nabal verhielt sich sehr boshaft gegenüber David. Gott schlug ihn deshalb, so dass er starb (V. 38). Für Abigail bedeutete der Tod Nabals die Befreiung aus dieser belastenden Verbindung. Ähnlich wie Abigail sind wir bei unserer Bekehrung aus verschiedenen Bindungen befreit worden, die unser Leben bis dahin prägten. Wir sind:

·      von der Sünde freigemacht

„Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch darin leben?“ (Röm 6,2).
„Jetzt aber, von der Sünde freigemacht ...“ (Röm 6,22).
Zwar ist die Sünde noch in uns, aber wir stehen nicht mehr unter ihrer Herrschaft. Wir müssen nicht mehr sündigen.

·      von dem Gesetz losgemacht

„Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, des aus den Toten Auferweckten, damit wir Gott Frucht brächten.“ (Röm 7,4).
„Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht ...“ (Röm 7,6).
Durch den Tod Christi stehen wir nicht mehr unter der Herrschaft des Gesetzes. Wir sind in Verbindung mit dem auferstandenen Christus gebracht worden. Aus dieser Verbindung bekommen wir Kraft, für Gott Frucht zu bringen; eine Kraft, die das Gesetz nicht geben kann.

·      aus der Welt herausgenommen

„... Jesus Christus, der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er uns herausnehme aus der gegenwärtigen bösen Welt“ (Gal 1,4).
„... Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist, und ich der Welt“ (Gal 6,14).
Obwohl wir noch in der Welt sind, sind wir nicht mehr von der Welt. Wir gehören einer neuen Schöpfung an und sind durch das Kreuz von der Welt getrennt.

Aus diesen Bindungen sind wir befreit worden, um jetzt für Gott zu leben, dem Herrn Jesus nachzufolgen und Ihm nützlich zu sein. Das ist ein großes Geschenk! Unsere Dankbarkeit dafür können wir zeigen, indem wir diese Tatsachen in unserem Leben verwirklichen. 

Der Ruf in die Nachfolge

Als David von dem Tod Nabals hörte, warb er um Abigail, um sie sich zur Frau zu nehmen (V. 39). Er wünschte, diese einsichtsvolle und gottesfürchtige Frau an seiner Seite zu haben. Heute „wirbt“ der Herr Jesus um jeden, den Er erlöst hat. Mit den Worten „Folge mir nach!“ ruft Er uns in seine Nachfolge (Joh 1,43). Abigail reagierte auf die Werbung Davids mit einer klaren Entscheidung und in einer bemerkenswerten Gesinnung. Darin ist sie uns ein gutes Vorbild.

·      Sie reagierte sehr demütig und stellte sich David und seiner Sache zur Verfügung.

Unmittelbar nachdem sie von Davids Werbung gehört hatte „stand sie auf und beugte sich nieder, das Gesicht zur Erde, und sprach: Siehe, deine Magd als Dienerin, um die Füße der Knechte meines Herrn zu waschen“ (V. 40). Das ist beeindruckend, denn immerhin war sie die Frau eines reichen Gutsbesitzers, der selbst Dienerinnen und manches mehr zur Verfügung standen. Doch sie hielt sich der Ehre nicht für würdig, Davids Frau und damit die künftige Mitregentin zu werden, und war bereit, den Platz der einfachsten Dienerin in seinem Haus einzunehmen. Sie wollte sowohl David als auch seinen Männern dienen. – Sind wir uns bewusst, dass es nur Gnade ist, dem Herrn Jesus nachfolgen und dienen zu dürfen? Sind wir bereit, uns für Ihn und die Seinen gebrauchen zu lassen und Aufgaben in seinem Werk zu übernehmen – auch wenn es nur ganz einfache Aufgaben sind? Saulus von Tarsus hatte diese Bereitschaft. Direkt nach seiner Bekehrung fragte er: „Was soll ich tun, Herr?“ (Apg 22,10)

·      Liebe machte sie bereit zu verzichten.

Für Abigail war es kein Problem, ihre hohe Stellung und ihren Komfort als reiche Gutsherrin aufzugeben, um – wenigstens vorübergehend – Davids Los als verachteter und verfolgter Flüchtling zu teilen. Ihr Herz hing nicht an ihrem Besitz und den äußeren Annehmlichkeiten, sondern es schlug für David. Ihre Liebe zu ihm half ihr, die richtige Entscheidung zu treffen. – Konsequente Nachfolge ist auch heute mit Verzicht verbunden (vgl. Lk 9,23; 14,33). Liebe zu unserem Herrn wird uns dazu bereit machen.

·      Sie folgte Davids Ruf sofort.

Als Davids Botschaft sie erreichte, machte sie sich „schnell auf … und zog den Boten Davids nach und wurde Davids Frau“ (V. 42). Sie überlegte nicht lange, wollte nicht noch dies und das erledigen, sondern beeilte sich, um mit ihren fünf Mägden schnell zu David zu kommen. Wenn es um die Nachfolge des Herrn Jesus geht, sollen wir nicht zögern und warten. Der Herr Jesus erwartet unsere Nachfolge vom Tag unserer Bekehrung an und will den ersten Platz in unserem Leben einnehmen.

Lohn für den Nachfolger

Abigail wartete nicht, bis David König geworden war, sondern wurde in der Zeit seiner Verwerfung seine Frau. Sie teilte sein Flüchtlingsleben, das alles andere als einfach war. Sie erlebte Entbehrung, Schmach und Verachtung. Unser „David“ ist heute ebenfalls verworfen und verachtet in dieser Welt. Wenn wir Ihm entschieden nachfolgen, kann es sein, dass wir verspottet, ausgelacht oder nicht für voll genommen werden. Dann teilen wir die „Schmach des Christus“, die Mose für größeren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens (Heb 11,26). Dieser Schmach steht jedoch der Segen der Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus gegenüber, den wir jetzt in den Tagen seiner Verwerfung genießen können – eine überaus hohe Entschädigung!


Es kann sogar sein, dass wir als Jünger des Herrn Verfolgung und Leid erleben. Auch Abigail musste erfahren, dass das Leben mit David Leiden mit sich brachte. Als die Amalekiter in 1. Samuel 30 über Ziklag herfielen, wurde sie gefangen genommen und weggeführt. Doch die Zeit kam, wo Leid und Verfolgung vorüber waren und David in Hebron zum König gesalbt wurde (2. Sam 2,2-4). Da stand Abigail an der Seite des von Gott eingesetzten Königs, um fortan seine Herrschaft zu teilen. So wird auch für uns die Zeit kommen, wo die Schmach der Herrlichkeit und die Leiden der Freude weichen werden (vgl. Röm 8,17; 2. Tim 2,10-12). Wenn der Herr Jesus als der König der Könige und Herr der Herren vom Himmel her kommen wird, um hier auf der Erde seine Herrschaft anzutreten, werden wir Ihn begleiten und einen Teil seiner Herrlichkeit ausmachen (2. Thes 1,10). Welche Freude wird das für Ihn und uns sein! Zudem wird der Herr jede Treue in unserem Leben belohnen (vgl. Mk 10,29.30; Heb 6,10).

Es lohnt sich, unserem Herrn und Heiland in Treue nachzufolgen und zu dienen!




Elberfelder Übersetzung

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Der beste Freund

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Im Glauben leben

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