Die gute Saat

Der alte Indianer

HERR, du bist es, der da Gott ist, und deine Worte sind Wahrheit.

2. Samuel 7,28

 

Ein alter Indianer wanderte schon jahrelang von einem Ort zum anderen, um sein tägliches Brot zu erbetteln. Eines Tages kam er auch wieder halb verhungert in eine Siedlung. Hastig schlang er das Brot herunter, das man ihm reichte. Da fragte ihn jemand, was er denn in dem kleinen schmutzigen Täschchen habe, das an einem farbigen Band um seinen Hals hing. Er sagte, das sei ein Zauber, den man ihm vor vielen Jahren nach der Rückkehr aus einem Feldzug gegeben habe. Dabei zog er ein zusammengefaltetes unansehnliches Stück Papier hervor und reichte es dem Fragenden.

Der fing an, die schon verblasste Schrift darauf zu entziffern. Es stellte sich heraus, dass es sich um ein offizielles Entlassungsdokument der amerikanischen Bundesarmee handelte. Das Schriftstück war von General George Washington selbst unterzeichnet und sicherte dem Indianer eine lebenslange Rente zu. Hätte der arme Mann diese Rente in Anspruch genommen, so hätte er längst ein erträgliches Auskommen gehabt, anstatt hungernd und heimatlos umherzuwandern.

Wie viele Menschen gleichen diesem Indianer! In der Bibel haben sie Gottes Verheißungen und Zusicherungen in Händen, und dennoch hungern sie.

Gottes Wort ist die ewige, unverbrüchliche Wahrheit, und alle darin gegebenen Zusagen sind gültig. Doch das, was Gott jedem geben will: Vergebung der Sünden, Frieden mit Gott, ewiges Leben und ewige Herrlichkeit bei Ihm im Himmel, das muss der Mensch auch tatsächlich in Anspruch nehmen! Und wie geht das? Indem wir uns Gott wieder bewusst zuwenden. Wir müssen Ihm offen eingestehen, dass wir unser Leben bisher nicht nach seinem Willen geführt haben, und müssen Ihm die Verfehlungen bekennen, die uns bewusst sind. Dann dürfen wir uns im Glauben darauf stützen, dass Gott unsere Schuld vergeben hat. Denn dafür ist sein Sohn Jesus Christus am Kreuz gestorben.