Gute Botschaft

Deadline - der letzte Termin

Deadline –der letzte Termin

ist uns der Begriff „Deadline“ bekannt, vielleicht aus dem Berufsleben? seine interessante entstehung spornt an, über eine andere „linie“ Klarheit zu erlangen…

Anglizismen – nützlich oder einfach nur cool?

In unserer deutschen Sprache finden sich immer mehr Wörter, die aus dem Englischen übernommen worden sind. Viele sind entbehrlich, weil es ebenso gute und genaue deutsche Ausdrücke gibt. Man braucht nicht unbedingt „body guard“ zu sagen, wenn man einen Leibwächter meint. Und wenn Flüge gestrichen werden, ist alles gesagt, und man kann auf das „gecancelt“ verzichten. Andere Wörter aus dem Englischen sind fast unverzichtbar: Wenn man von einem Trainer spricht, weiß jeder, was man meint. Ähnlich ist es bei Wörtern wie Interview oder fair. Hier wäre der Ersatz durch ein kurzes deutsches Wort gar nicht so einfach. Und wer sagt schon anstatt Computer „programmgesteuerte, elektronische Rechenanlage“?

Todes-„line“

So sind viele englische Ausdrücke aus besonderen Fachgebieten in unsere Sprache übernommen worden, besonders aus der Computersprache, der Modebranche, dem Sport und aus dem Geschäftsleben. Eins dieser Wörter ist der Ausdruck „Deadline“, es bedeutet so viel wie „letzter Termin“. Dieses Wort hat es – wie viele andere auch – sogar schon in den Duden geschafft.

Jede Druckerei und jeder Zeitungsredakteur hat täglich auf diese „Deadline“ zu achten. Das ist der Zeitpunkt, bis zu dem eine Nachricht spätestens fertig vorliegen muss, wenn sie in der nächsten Ausgabe erscheinen soll. Gelingt das nicht, ist nichts mehr zu machen. Ganz allgemein ist die Deadline also der letzte Termin, bis zu dem etwas entschieden oder getätigt werden muss.

Historiker haben herausgefunden, woher die ungewöhnliche Bezeichnung „Deadline“ kommt. Und zwar stammt sie aus der Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs, der von 1861 bis 1865 dauerte. Dieser Krieg gilt als der einzig größere und verlustreichste Krieg, der auf amerikanischem Staatsgebiet stattfand. Er wird auch als Sezessionskrieg bezeichnet, wobei Sezession so viel wie Abspaltung bedeutet. Die Südstaaten oder Konföderierten wollten aus der Union austreten. Die Nordstaaten duldeten das nicht, und es kam zu einem erbitterten Krieg, bei dem in etlichen großen Schlachten 600 000 Menschen ihr Leben verloren. Unter anderem ging es auch um die Abschaffung der Sklaverei in den Südstaaten.

Während dieses Bürgerkriegs hatte sich bei der Bewachung der Gefangenen folgende Regelung durchgesetzt: Die gefangen genommenen Soldaten wurden auf bestimmten Flächen zusammengeführt. Die Wachen teilten den Bereich, in dem sich die Gefangenen frei bewegen durften, genau mit Kreide ab. Wenn einer wagte dieses sichere Gebiet zu verlassen, wurde er auf der Stelle erschossen. So bekam der Kreidestrich sehr schnell den passenden Namen „Deadline“.

Lebens-„line“

Der Vergleich der Herkunft dieses Begriffes mit unserer eigenen Situation liegt auf der Hand: ein Verkehrsunfall, ein Sturz oder ein Herzinfarkt kann eine solche Deadline sein. Das wäre der Schlusspunkt für diese Erde. Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen der ursprünglichen und dieser persönlichen Deadline. Die ursprüngliche war ein gut sichtbarer Strich auf dem Boden, die persönliche ist für uns unsichtbar und ungewiss. Selbst die Anzahl der Lebensjahre ist nicht ausschlaggebend. Unsere Friedhöfe sind voll von Gräbern, die zeigen, dass das Alter nicht entscheidend ist, wann der letzte Termin ist.

Aber im Gegensatz zu den Gefangenen von damals, gibt es einen Weg, diese persönliche Deadline sicher zu überschreiten. Und dieser Weg ist Jesus Christus, der dir zuruft: „ich bin der Weg und die Wahrheit und das leben. niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ (Joh 14, 6) Nur durch ihn allein kommt man in den Himmel. Die Bibel bezeugt klar: „und es ist in keinem anderen das heil, denn es ist auch kein anderer name unter dem himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in dem wir errettet werden müssen.“ (apg 4, 12)

Deadline – zum ewigen Leben

Und weil jeder Mensch ein Sünder ist, kann er sich selbst nicht helfen, denn „der lohn der sünde ist der tod.“ (röm 6, 23) Er muss errettet werden. Und den Weg dazu hat der gerechte Gott selbst gebahnt, indem er in seiner Liebe seinen Sohn Jesus Christus auf diese Erde sandte, um unsere Sünden am Kreuz auf Golgatha zu tragen. Wer Ihm seine Sünden im Gebet bekennt und an Ihn als seinen Erretter glaubt, hat Frieden mit Gott und ewiges Leben. Der Weg zum Himmel ist frei. Dann kann man getrost die Deadline überschreiten - und wäre es diesen Monat, diese Woche, morgen oder schon diese Nacht.

Und darum geht die eindringliche Bitte an die Leser: „sucht den herrn, während er sich finden lässt; ruft ihn an, während er nahe ist“ (Jes 55, 6).

Friedhelm König