Themenheft

Mission für Muslime

G ibt es einen Missionsauftrag (Jona 1,1.2)?

Ja, jeder hat ihn, in unterschiedlicher Form. Jesu Jünger bekamen den Auftrag: „Geht hin!“ (Mt 28,19). Wie setzt du diesen Auftrag um?

Jona bekam einen Auftrag: Geh nach Ninive. Geh zu den Feinden! Ninive liegt im heutigen Irak. Damals gab es noch keine Muslime – aber wie wäre so ein Auftrag heute: Geh zum Nachfolger Bin Ladens an der Spitze al-Qaidas! Geh nach Bagdad! Oder: Geh zu den Muslimen in deiner Klasse, in deiner Nachbarschaft, in deiner Stadt?

M ission aus sicherem Abstand (Jona 1,3)

Jonas Ausgangspunkt ist wie unserer: Da ist Freude darüber, zu Gottes Volk zu gehören, aber der Missionseinsatz wird vergessen. Wie ist es mit den Muslimen, nicht nur im Irak, sondern auch in unseren Ländern? Sie sind hierhergekommen. Wir sollten sie nicht verachten oder links liegen lassen. Wir müssen die Herausforderung annehmen. Gott legt uns ein Missionsfeld direkt vor die Füße.

Wie erreichen wir sie? Vielleicht gehen zwei von euch, die diesen Beitrag lesen, in drei Jahren nach Bagdad. Bist du bereit? Beginne mit der Erfüllung deines Missionsauftrags da, wo du lebst; mit Gottes Kraft und dem Heiligen Geist kann sich der Dienst dann ausdehnen in schwierigere Bereiche, auch in feindliche Bereiche, bis auf die ganze Erde (vgl. Apg 1,8).

Kein Erbarmen mit den Verlorenen (Jona 1,3)

Unsere Umgebung macht uns schläfrig. Moody, ein bekannter Evangelist im 19. Jahrhundert, berichtete einmal nach einer Evangelisationsveranstaltung von 2 ½ Bekehrten. Er meinte das so: Es hatten sich zwei Jüngere bekehrt, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten, und ein Älterer, bei dem nur noch ein „halbes“ Leben übrig war. Ihr habt noch ein ganzes Leben vor euch, ihr könnt es für den Herrn nutzen, Tag für Tag. Er hat einen Auftrag für euch, zunächst in eurem Umfeld. Vielleicht sendet er euch zu den Muslimen, vielleicht sendet er euch in den Irak. Jedenfalls habt ihr sie in eurer Umgebung. Geht zu den Muslimen nicht auf Distanz, habt keine Angst, keine Berührungsängste – diese Menschen sind genauso blind, bedürftig und suchend wie jeder andere Mensch.

Wenn wir nicht in einer relativ freundlichen Umgebung damit anfangen, Fremde zu gewinnen, wie soll es dann in einer feindlichen Umgebung funktionieren?

Hinter Schleier und Bart steckt derselbe Mensch wie hinter Anzug und Jeans. Was sehen die Muslime bei uns? Sie sehen den Dreck unserer „Kultur“. Wir können ihnen Besseres geben.

Jona sah die Möglichkeit als Feind. Wir sollten umgekehrt den „Feind“ – den manche als Feind betrachten oder der sich (als Extremist) als Feind darstellt – als Möglichkeit sehen. Wir dürfen uns nicht über die Türken ärgern, sondern wir fragen: Wer bringt ihnen die Botschaft? Fange nächste Woche an, für deine Klassenkollegen zu beten. Sprich sie an! Sei freundlich, sei interessiert, sei hilfsbereit, gewinne sie. Wenn sie sich bekehren, bringen sie das Evangelium vielleicht in ihre Heimat – was für eine Perspektive! Werde nicht unsicher! Du hast einen Schatz, den du ihnen weitergeben möchtest. Erreiche ihr Herz, interessiere dich für sie, tritt ihnen gegenüber mit Kraft und Liebe auf.

Missionar zu sein heißt nicht nur, ins Ausland zu gehen. Natürlich kannst du ins Ausland gehen, vielleicht erst einmal eine Woche Urlaub machen und eine Woche Missionseinsatz, indem du einen Missionar begleitest. Du kommst aber auch mit deinem persönlichen Zeugnis in deinem Umfeld weiter. Das bereichert, das macht andere Menschen glücklich, das stellt ihnen den Herrn vor.

Auch eine Studentenwohnung kann ein Ort für einen Bibelkreis sein. Wer damit beginnt, kann Großes erleben. Nicht alle Fragen muss man beantworten können. Du kennst die wichtigste Antwort – bringe sie ihnen! Machst du dir Sorgen um Zeit, Kosten, Mühe, Kilometer, wenig Schlaf? Den Lohn wirst du in der Zukunft sehen.

Werde nie ein Prophet auf der Flucht! Der Herr sagt: „Geht hin!“

Nach einer Jugendstunde mit Luc Alt

Buchempfehlungen (jeweils beim Herausgeber von „Folge mir nach“ erhältlich, s. Impressum):

Behnam, A.M.: An meine muslimischen Freunde, 2,50 EUR

Maggio, F.: Christus für Muslime, 6,90 EUR




Elberfelder Übersetzung

Die Elber­fel­der Über­set­zung Edi­tion CSV ist eine wort­ge­treue Über­set­zung der Bi­bel in ver­ständ­li­cher Spra­che. Auf die­ser Web­sei­te kön­nen Sie den Bi­bel­text voll­stän­dig le­sen und durch­su­chen. Zu­dem wer­den Werk­zeu­ge an­ge­bo­ten, die für das Stu­di­um des Grund­tex­tes hilf­reich sind.

www.csv-bibel.de
Der beste Freund

Die­se Mo­nats­zeit­schrift für Kin­der hat viel zu bie­ten: Span­nen­de Kurz­ge­schich­ten, in­te­res­san­te Be­rich­te aus an­de­ren Län­dern, vie­les aus der Bi­bel, Rät­sel­sei­ten, Aus­mal­bil­der, Bi­bel­kurs, an­sprech­ende Ge­stal­tung. Da Der beste Freund die gu­te Nach­richt von Je­sus Chris­tus im­mer wie­der ins Blick­feld rückt, ist die­ses Heft auch sehr gut zum Ver­tei­len ge­eig­net.

www.derbestefreund.de
Im Glauben leben

Die­se Mo­nats­zeit­schrift wen­det sich an alle, die ihr Glau­bens­le­ben auf ein gu­tes Fun­da­ment stüt­zen möch­ten. Die­ses Fun­da­ment ist die Bi­bel, das Wort Got­tes. Des­halb sol­len al­le Ar­ti­kel die­ser Zeit­schrift zur Bi­bel und zu ei­nem Le­ben mit un­se­rem Ret­ter und Herrn Je­sus Chris­tus hin­füh­ren.

Viele Artikel zu unterschiedlichen Themen - aber immer mit einem Bezug zur Bibel.

www.imglaubenleben.de