Glaube im Alltag

Die Lösung für alles

Wer von uns kennt das nicht, zumindest zeitweise: Wir sind traurig oder beschämt über unser schwaches Glaubensleben. Es fehlen die Nähe zum Herrn Jesus und die Freude an Gottes Wort, zudem ist unser Gebet eher oberflächlich und kurz. Die Zusammenkünfte als Versammlung (Gemeinde) erleben wir mehr oder weniger gleichgültig …

Wenn man uns fragen würde: „Willst du dem Herrn Jesus wirklich nachfolgen und Ihm gehorsam sein?“, würden wir wahrscheinlich antworten: „Ja, natürlich!“ Aber wir müssen uns eingestehen, dass das alles ziemlich schwach ist und so wenig gelingt. 

Was tun? Einfach hinnehmen und so weitermachen? Das kann es nicht sein. Wir wissen, dass Gott uns völlige Freude in der Gemeinschaft mit Ihm, dem Vater, und seinem Sohn Jesus Christus geben möchte (1. Joh 1,4). Doch wie kommt man aus man aus diesem Zustand heraus?

Anders als sonst oft im Leben gibt es tatsächlich hierfür die eine Lösung. Ein Patentrezept, wie man so sagt. Was heißt das konkret? Zuerst müssen wir einmal in unserem Leben „aufräumen“ und Sünde und/oder falsche Wege bekennen und Ihn um Hilfe bitten. Und dann geht es darum, sich mit Christus zu beschäftigen, sich immer wieder und immer wieder mit Ihm zu beschäftigen. Nimm dazu deine Bibel, auch wenn du gerade gar keine Lust dazu hast, und suche den Herrn Jesus in Gottes Wort. Vielleicht fängst du mit einem der Evangelien an. Dabei hilft es, eine gute Bibelauslegung zur Hand zu nehmen. Das Ganze geht aber nicht ohne Gebet. Sonst werden wir keine Freude an seinem Wort haben.  

Wer die Schritte des Herrn Jesus dann in den Evangelien verfolgt oder Ihn in den Vorbildern des Alten Testamentes entdeckt, erlebt früher oder später, was die beiden Jünger empfanden, die nach Emmaus hinausgingen: „Brannte nicht unser Herz in uns, als er auf dem Weg zu uns redete und als er uns die Schriften öffnete?“ (Lk 24,32). Warum brannte ihr Herz denn? Die Antwort lesen wir ein paar Verse vorher: „Und von Mose und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn selbst betraf“ (Lk 24,27).

Wer hätte sich nicht schon beim Lesen dieses Verses gewünscht, auch einmal dieses brennende Herz zu haben und so von Christus ergriffen zu sein? Die beiden Jünger trieb es dazu, sofort wieder nach Jerusalem zurückzulaufen – ein Fußweg von mehr als zwei Stunden. Sie waren so erfüllt mit Freude und ihr Herz brannte derart, dass sie nicht für sich behalten konnten, was sie erlebt hatten. Das mussten sie sofort loswerden, mussten den anderen Jüngern davon berichten!

Waren wir, du und ich, auch schon einmal so ergriffen von dem Herrn Jesus, dass wir sofort davon jemand anderes berichten mussten? Mach das doch einfach mal. Vielleicht schaut dich dein Gegenüber dann erstmal etwas verwundert an, weil er dich so noch nicht erlebt hat. Aber das Weitererzählen lässt die Freude im Herzen dann noch wachsen. Außerdem: Sprich zu Gott, dem Vater, im Gebet davon. Erzähl Ihm, welche Freude der Herr Jesus in deinem Herzen bewirkt hat.

DAS ist die Lösung für alles. Mit diesem Herzenszustand werden wir kein oberflächliches Glaubensleben haben. Mit Christus vor Augen hat auch eine böse Verlockung oder die Welt und alles, was in ihr ist, keine Anziehungskraft.

Wir haben oben begonnen mit einem traurigen und beschämten Herzen wegen unseres schwachen geistlichen Zustands. Wir stellen fest: Ein brennendes Herz für Ihn, unseren Retter, bringt uns nah zu Ihm. DAS ist die Lösung für alles.