Grußwort

Das persönliche Grußwort

Die Welt, in der wir leben, ist schnelllebig – kaum geschehen, schon vorbei. Und doch lässt Gott manche Dinge geschehen, die auf uns eine bleibende Wirkung haben sollen, indem sie zu unseren Gewissen reden. Zu den Gewissen aller Menschen, natürlich, denn Gott hat mit allen eine Absicht: Gott will, „dass alle errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Tim 2,4). Oft lässt Er es daher zu, dass größere Katastrophen oder persönliche Unglücksfälle Auswirkungen haben, die uns lange zu schaffen machen, die uns unsere vermeintliche Sicherheit nehmen. Durch den Propheten Amos lässt Er sogar sagen: „Geschieht ein Unglück in der Stadt, und der HERR hätte es nicht bewirkt?“ Das bedeutet nicht, dass Gott das Böse als solches will, aber dass Er eben doch in jeder Hinsicht im Regiment ist und bleibt. Und dass Er seine Absichten hat. Vielleicht haben wir als Christen auch die Flutkatastrophen in diesem Sommer so gesehen. Gott zeigte, wie hilflos wir Menschen sind, wie sehr wir Ihn nötig haben. So mögen manche in der Not zu Ihm um Hilfe gerufen haben. Wie lang aber hielt dieses Rufen an? Auch die Not ist oft schnell vergessen. Und an Gott denkt keiner mehr.

Wir Christen sind beauftragt, als Gottes Botschafter seine Gnadenbotschaft den Menschen zu sagen (2. Kor 5,20). Und Gott gibt selbst besondere Gelegenheiten dazu und bereitet Menschenherzen dazu vor. Haben wir dies wahrgenommen und die „gelegene Zeit“ genutzt?

In diesem Heft werden wir daran noch einmal erinnert. Hilfe in der Not kann nur von oben kommen, aber Gott will (auch) uns gebrauchen. Vielleicht dadurch, dass wir uns als „Freunde in der Not“ (siehe Seite 9) erweisen. Wie wir die Absichten Gottes mit uns klarer erkennen, dazu stellt Er uns – wie damals den Jüngern – auch schon einmal Testfragen. Dann ist unser Glaube gefragt und unsere Bereitschaft, Gottes Willen für uns zu erkennen. So zeigt der Herr selbst uns seinen Weg mit uns und prüft die Echtheit unseres Vertrauens und unseres Gehorsams. Schauen wir einmal genauer in den Artikel über den Glauben Noahs (Seite 33). Vorbildlich? Dann wollen wir dem Herrn durch solches Verhalten gefallen. Und zum Nutzen sind wir damit auch anderen.