• Editorial

    Editorial
    Störungsfrei?!

    Irgendetwas geht immer schief. Gerade will man in Urlaub fahren oder man ist sogar schon unterwegs – da streikt das Auto. Wie ärgerlich! Oder: Man hat sich etwas Neues gekauft. Aber zuhause muss man feststellen: Es funktioniert nicht so, wie in der Anleitung beschrieben –defekt. Unerwartete Störungen dieser Art kennen wir zur Genüge. Wir können sie auch nicht verhindern.
    Als sehr unangenehm empfinden wir es, wenn schönste Momente durch eine Panne zu peinlichen Situationen werden. So war es damals auch auf der Hochzeit in Kana, wo Jesus und seine Mutter zugegen waren. Plötzlich mangelte es an Wein – sehr unangenehm für die Gäste und noch viel unangenehmer für den Gastgeber. Doch Gott geht es nicht um Pannen, sondern Er will uns eine geistliche Lektion erteilen: Kein Mensch ist in der Lage, sein eigenes Glück zu sichern. Der Wein menschlicher Freude geht irgendwann aus. Diese Erfahrung hat jeder von uns auch schon gemacht. Solange wir auf der Erde sind, wird es selbst im schönsten Moment etwas geben können, was das vollkommene Glück beeinträchtigt.
    Der Bericht von der Hochzeitsfeier geht weiter. Maria, die Mutter Jesu, wendet sich an ihren Sohn. Sie weiß, dass Er, der nicht nur Mensch, sondern auch Sohn Gottes ist, den Mangel beheben kann. Für uns bedeutet das: Echtes Glück und bleibende Freude kann nur der Sohn Gottes geben. Sagen wir Ihm von unserer „Störung“, dann wird Er handeln – immer zu unseren Gunsten!
    Es gibt übrigens auch Pannen, die durch gedankenloses oder unvorsichtiges Handeln entstehen. Wer zum Beispiel einen Umzug schlecht plant, braucht sich über Pannen während des Umzugs (oder auch danach) nicht zu wundern.
    Manchmal treten solche selbst verursachten Störungen in unserem persönlichen Glaubensleben auf (S. 29). Manchmal gibt es auch Störungen im Miteinander: Gerüchte streuen (S. 26) oder direkt gegen einen Gläubigen sündigen (S. 23). All diese Störungen können nur mit der Hilfe des Herrn behoben werden. Aber vergessen wir nicht, aktiv zu werden, um den Schaden zu begrenzen!
    In jedem Fall sollten wir für eine „störungsfreie“ Verbindung zu unserem Herrn sorgen. Sie ist die Voraussetzung für ein glückliches Leben und ein gesundes Miteinander.

    Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen

    Hartmut Mohncke

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