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Nachhaltigkeit – ein (selbstverständliches) Thema für Christen?
Alle Welt spricht von Nachhaltigkeit. Wohin man auch sieht – überall taucht dieser Begriff auf. Auf fast jeder Lebensmittelverpackung ist davon die Rede, kaum eine Werbung lässt ihn aus. Nachhaltigkeit ist mittlerweile nicht mehr nur ein Modewort oder ein Trend. Dahinter steht ein politischer Wille, sogar gesetzliche Vorschriften. Nachhaltigkeit soll die Lebensführung jedes Menschen und die sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten von Unternehmen bestimmen.
Das zeigt: Auch wir Christen sind irgendwie betroffen. Doch was ist Nachhaltigkeit? Wie sollten wir damit umgehen? Klingt es nicht vernünftig, wenn man nachhaltig leben möchte? Doch es steckt viel mehr dahinter, als man auf den ersten Blick vermutet. Wir wollen einen kleinen Einblick geben [1].
Alles begann mit dem Umweltschutz
Als "Vater" der Nachhaltigkeit wird oft der Freiberger Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz (1645–1714) genannt. Carlowitz regte damals an, die Bewirtschaftung von Wald möglichst schonend zu betreiben. Es sollte in einem Wald nur so viel abgeholzt werden, wie der Wald in absehbarer Zeit auf natürliche Weise regenerieren konnte. Nachhaltigkeit oder nachhaltige Entwicklung bedeutet nach Carlowitz also, die Bedürfnisse der Gegenwart zu befriedigen, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen einzuschränken. Es geht um einen verantwortungsbewussten Umgang mit den „endlichen“ Rohstoffen der Erde.
ESG
Doch der Aspekt des Umweltschutzes ist nur eine von drei Kategorien, die seit einigen Jahren als sogenannte Nachhaltigkeitsziele genannt werden. Diese Ziele betreffen vor allem das Wirtschaftsleben, haben aber auch Auswirkungen auf alle, die am Wirtschaftsleben teilnehmen (z.B. die Arbeitnehmer). Neben den ökologischen Zielen von Carlowitz sind im Lauf der letzten Jahre auch soziale Ziele und Vorgaben an eine nachhaltige Führung von Unternehmen hinzugekommen. In Fachkreisen werden diese drei Bereiche zusammen mit ESG abgekürzt. Dabei steht das „E“ für Environmental (Umwelt), das „S“ für Social (Sozial) und das „G“ für Governance (Unternehmensführung). Dazu haben die Vereinten Nationen (UN) im Jahr 2015 die Agenda 2030 verabschiedet und 17 globale Nachhaltigkeitsziele, die sogenannten „Sustainable Development Goals“ für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung gesetzt. Für die UN ist diese Agenda „ein Fahrplan für die Zukunft, mit dem weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglicht und dabei gleichsam die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahrt werden“[2].
Beurteilung des „Environmental“ aus Sicht der Bibel
Die Umwelt zu schützen und mit den natürlichen Ressourcen der Erde verantwortungsbewusst umzugehen, klingt lobenswert, logisch, vernünftig und steht auch mit biblischen Maßstäben im Einklang. Gott hat die Erde, ihre Rohstoffe und alle Lebewesen auf ihr geschaffen und sie den Menschen zur Verwaltung anvertraut:
- 1. Mose 1,26: „Sie [die Menschen] sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das sich auf der Erde regt.“
- 1. Mose 2,15: „Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.“[3]
- 1. Mose 9,2: „Die Furcht und der Schrecken vor euch sei auf allen Tieren der Erde und auf allen Vögeln des Himmels! Alles, was sich auf dem Erdboden regt, und alle Fische des Meeres, in eure Hand sind sie gegeben.“
Gott hat den Menschen also Gewalt über die Tiere und die ganze Erde gegeben. Das bedeutet auch, dass der Mensch mit der ihm vom Schöpfer anvertrauten Umwelt und Natur verantwortungsbewusst umgeht. Was Gott geschaffen und uns Menschen gegeben hat, werden wir also wertschätzen, in seinem Sinn bewahren und nicht mutwillig zerstören.
Aber heißt das nun, dass die als Nachhaltigkeitsziele ausgerufenen Schutzmaßnahmen für den Planeten, seine Ressourcen und das Klima letztlich nur den ursprünglichen Auftrag Gottes an den Menschen wiedergeben bzw. konkretisieren? Oder anders gefragt: Müssten nicht gerade Christen dem Ruf nach einem „ökologisch nachhaltigem“ Leben besonders nachkommen und hierbei sogar allen anderen Menschen vorangehen?
Doch Vorsicht: Was Gott in den oben zitierten Versen sagt, hat nichts zu tun mit der „ökologischen Nachhaltigkeit“, welche die UN proklamiert. Der Mensch sieht sich heute nicht als Verwalter der Schöpfung Gottes auf Erden und sieht keinen „Verwaltungsauftrag“ von Gott. Bei allen Nachhaltigkeitszielen steht stets der Mensch im Mittelpunkt, nicht Gott. Der Mensch will sich „seine“ Erde lebenswert erhalten und leugnet größtenteils, dass Gott sie geschaffen hat und sie Gott gehört. Der Mensch macht sich wohl Gedanken um die Erhaltung der Erde – aber völlig ohne Gott. Er sagt: „Wir haben nur eine Erde“ und er will diese für seine Kinder erhalten. Dabei maßt er sich an, die Erde „retten“ zu können, wenn er nur seine wissenschaftlichen Erkenntnisse umsetzt und zum Beispiel „klimaneutral“ wirtschaftet und lebt. Er verschwendet keinen Gedanken an Gott als den Schöpfer und seine Überlegungen schließen aus, dass Gott ein Erhalter der Erde und seiner Schöpfung ist. Aus Sicht des Menschen sind Naturkatastrophen vor allem menschengemacht und die Folge des umweltschädigenden Verhaltens des Menschen.
Ja, der Mensch hat Gott ausgeschlossen. Bei allem Verantwortungsbewusstsein gegenüber Gott und seiner Schöpfung sollte uns das vorsichtig machen, allzu euphorisch in dasselbe Horn des Umweltschutzes und der ökologischen Nachhaltigkeit zu blasen. Eine gesunde Skepsis ist sicher angebracht, wenn Menschen, die Gott als Schöpfer leugnen, Ziele vorgeben und Verhaltensweisen empfehlen wollen.
Der soziale Aspekt der Nachhaltigkeit
Was die Kategorie „Social“ mit Nachhaltigkeit zu tun hat, mag sich nicht jedem sofort erschließen. Es liegt tatsächlich nicht auf der Hand. Zusammengefasst könnte man es so erklären: Ein von sozialen Aspekten geprägtes Zusammenleben und Zusammenarbeiten soll eine nachhaltig bestehende und friedliche Gemeinschaft von Menschen ermöglichen und stärken.
Begriffe wie Inklusion[4], Toleranz, Diversity (Vielfalt), Gleichheit und Gleichberechtigung sind nur einige Stichworte, die hier immer wieder genannt werden. Ziel ist es, ein möglichst vielfältiges Miteinander zu etablieren, weil man sich hierdurch positive Wirkungen auf das Zusammenleben und -arbeiten erhofft. Je bunter die Gemeinschaft der Menschen, desto unterschiedlicher und vielfältiger die Meinungen, Lebensausrichtungen – und das wird positiv gesehen, weil es nicht einschränkend ist. Alles soll möglich sein. Niemand wird ausgegrenzt oder diskriminiert.
Dementsprechend schreibt z.B. die Universität Kassel auf Ihrer Internetseite zur Bedeutung von Diversität und Inklusion in der Arbeitswelt: „Eine Belegschaft, die hinsichtlich Alter, Geschlecht, Behinderung, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung heterogen ist, trägt nicht nur über das Prinzip der Inklusion zu sozialer Nachhaltigkeit bei. Sie wirkt auch über geeignete Managementansätze u. a. bei Rekrutierung, Teamzusammensetzung und Entlohnung positiv auf inner- und überbetriebliche Gerechtigkeit sowie Änderungsprozesse hin zu ökologischer Nachhaltigkeit.“[5] [6]
Beurteilung des „Social“ aus Sicht der Bibel
Sich „sozial“ zu verhalten bedeutet im Allgemeinen, jemand zu helfen oder sich um ihn zu kümmern, Mitgefühl zu haben und barmherzig zu sein. Es gibt niemand, der ein solches Verhalten so vollkommen gezeigt hätte wie der Herr Jesus. Er ist allen Menschen in Liebe begegnet und hat sich insbesondere um die gekümmert, die verachtet waren und am Rand der Gesellschaft standen. Darin ist Er uns ein großes Vorbild. In diesem Sinn sollen wir uns auf jeden Fall „sozial“ verhalten! Gott ist Liebe, und seine Liebe kommt unter anderem in seiner Gnade, Barmherzigkeit, Langmut und Güte zum Ausdruck.
Auch wir werden dazu aufgefordert, herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Sanftmut und Langmut zu zeigen (Kol 3,12-13)[7]. Ein Gläubiger wird nie einen Menschen verachten oder verächtlich behandeln, selbst wenn dieser in der gröbsten Sünde oder Unmoral lebt. Jeder Mensch, auch der von Gott abgefallene, ist im Bild Gottes erschaffen (1. Mo 1,27; 9,6). Wir sollen niemand lästern, sondern milde sein und alle Sanftmut erweisen gegen alle Menschen (Tit 3,2). Auch sollen wir, soweit an uns ist, mit allen Menschen in Frieden leben (Röm 12,18). Dementsprechend forderte Gott schon die in Babel in der Gefangenschaft lebenden Juden auf, den Frieden der Stadt zu suchen und sogar für sie zu dem HERRN zu beten (Jer 29,7).
Doch das biblische „Social“, Gottes „Social“, ist größtenteils nicht kompatibel mit dem „Social“ von ESG. Dabei ist allerdings zu beachten, dass wir als Christen mit den ungläubigen Menschen im Arbeitsleben eine gewisse Gemeinschaft haben müssen. Die Aufforderung, keinen Umgang zu haben, gilt hier nicht, denn sonst müssten wir ja aus der Welt hinausgehen (vgl. 1. Kor 5,10).
Uns sollte dennoch bewusst sein, dass das heute mit den ESG-Kriterien verlangte „Social“ nicht mit den biblischen Prinzipien übereinstimmt:
Das ESG-Social sagt: Keiner wird ausgeschlossen, alle gehören zur Gemeinschaft.
Gott aber fordert uns auf, uns von jeder Art des Bösen fernzuhalten (1. Thes 5,22) und uns von der Welt abzusondern (2. Kor 6,17). Das göttliche Prinzip der Trennung und Absonderung vom Bösen durchzieht die ganze Bibel. Das bedeutet aber wie gesehen natürlich nicht, dass wir nicht notwendigen Umgang mit den ungläubigen Menschen haben können und müssen, z.B. in der Nachbarschaft, bei der Arbeit usw. und sie für Christus gewinnen sollten!
Das ESG-Social sagt: Alle Religionen sind gut, jeder soll seinen eigenen Glauben, seine Religion und Anschauung haben dürfen.
Gott aber sagt: Und es ist in keinem anderen das Heil, denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in dem wir errettet werden müssen (Apg 4,12). Gott gebietet den Menschen, dass sie alle überall Buße tun sollen (Apg 17,30). Niemand kommt zum Vater als nur durch mich, sagt der Herr Jesus (Joh 14,6)
Das ESG-Social fordert Toleranz gegenüber jedem Menschen, jeder soll geschätzt und anerkannt werden, wie er ist.
Gott aber sagt, dass jeder Mensch von Natur ein Sünder ist und nicht so bleiben soll, wie er ist. Der natürliche Mensch ist tot in Sünden und Vergehungen. Dies kann Gott und auch ein Gläubiger nicht „wertschätzen“ oder „anerkennen“, sondern er wünscht, dass jeder Mensch zur Erkenntnis der Wahrheit über sich selbst und über Gott kommt und mit Gott versöhnt wird – zu einem glücklichen, gottausgerichteten Leben.
Das ESG-Social fordert die Anerkennung jeder Art der sexuellen Orientierung, z.B. gegenüber Homosexualität und anderen „queeren“ sexuellen Orientierungen.
Gott aber sagt: Homosexualität ist Sünde (Röm 1,26-27). Er hat die menschliche Sexualität ausschließlich für die Ehe zwischen Mann und Frau vorgesehen (Heb 13,4). Gegenüber Sünde ist Gott nie tolerant!
Das ESG-Social verlangt die Akzeptanz der Geschlechtervielfalt, das heißt, dass es nicht nur Mann und Frau gibt.
Gott aber schuf den Menschen als Mann und Frau und nicht mit noch weiteren Geschlechtern.
Das ESG-Social will Geschlechtergleichheit und -gerechtigkeit und damit erreichen, dass alle Geschlechter gleichstehen.
Gott aber hat eine Schöpfungsordnung vorgesehen (1. Kor 11), die Männer und Frauen unterscheidet, (auch) was ihre Rollen betrifft.
Die Menschen streben mit dem „Social“ nach einer nachhaltig bestehenden und friedlichen Gemeinschaft untereinander – aber ohne Gott. Die überall geforderte Toleranz hört bei den Menschen da auf, wo man auf Gottes Wort verweist und vorstellt, dass Gott gegenüber dem Bösen gerade nicht tolerant ist. Wenn ein Gläubiger sich so am Wort Gottes orientiert, wird dies nicht akzeptiert und toleriert. Gott und sein Wort spielen keine Rolle, sie werden ignoriert. Und damit auch Gottes Grundsätze und klare Aussagen, was böse und was Sünde ist. Doch eins ist sicher: Es wird kein nachhaltiges friedevolles Zusammenleben von Menschen geben, die Gott ablehnen: „Kein Friede den Gottlosen!, spricht der Herr“ (Jes 48,22; 57,21). Echten Frieden wird diese Erde erst unter der Herrschaft des Herrn Jesus im 1000-jährigen Reich erleben.
Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung
Wir schauen uns nun noch kurz die dritte Kategorie von ESG an, das „G“ für „Governance“. Kurz, weil sie eigentlich die Aspekte „Environmental“ und „Social“ kombiniert und sie in einer „nachhaltigen Unternehmensethik“ zusammenbringt. Also gibt es hier nur wenig Neues. Bei der Kategorie „Governance“ geht es um die Werte, nach denen ein Unternehmen geführt wird, um ethische Grundsätze, Integrität, Transparenz, faire Vergütung, Vorstandszusammensetzung und die Einhaltung von Gesetzen.
Zur Verbindung mit dem „E“ von ESG stellt der Aspekt „Governance“ die Frage, wie ein Unternehmen zum sogenannten Klimawandel steht und welche Maßnahmen es ergreift, um zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen oder zur Reduzierung des Energieverbrauchs beizutragen. Zum „S“ von ESG wird bei der Kategorie „Governance“ z.B. geprüft, ob die Unternehmensführung Vielfalt und Inklusion am Arbeitsplatz fördert sowie z.B. faire Löhne zahlt und den Vorstand oder die Geschäftsführung möglichst gleichgewichtet mit Männern und Frauen besetzt.
Beurteilung des „Governance“ aus Sicht der Bibel
Die Beachtung von Gesetzen ist unbedingt die Pflicht jedes Christen, auch eines Unternehmers. „Wer sich der Obrigkeit widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes“ (Röm 13,2). Auch eine faire Bezahlung der Arbeitgeber ist im Einklang mit Gottes Wort: „Ihr Herren, gewährt euren Knechten das, was recht und billig ist, da ihr wisst, dass auch ihr einen Herrn im Himmel habt“ (Kol 4,1). Auch manches andere mehr, was die Menschen mit „ethischen Grundsätzen“ meinen, ist in Übereinstimmung mit der Bibel oder widerspricht ihr zumindest nicht. Zu dem, was der Aspekt „Governance“ im Übrigen in Sachen E und S fordert, sei auf die Ausführungen oben verwiesen.
Resümee
Nachhaltigkeit – ein (selbstverständliches) Thema für Christen? Ich denke, das müssen wir letztlich verneinen, jedenfalls, was die heutige Gesellschaft mit den ESG-Kriterien verbindet. Zwar ist nicht per se alles schlecht, was unter dem Schlagwort Nachhaltigkeit daherkommt. Manche Überlegungen sind durchaus sinnvoll, auch aus biblischer Sicht. Dennoch sollten wir eine gesunde Skepsis gegenüber den Bestrebungen haben, die hinter ESG stehen und den Nachhaltigkeitszielen zugrunde liegen. Denn wenn wir die hinter ESG stehenden Absichten beachten, fällt auf:
- Gott wird grundsätzlich als Schöpfer und Gebieter ausgeschlossen
- Gottes Wort spielt keine Rolle in den Überlegungen der Menschen, sie handeln sogar bewusst gegen Gottes Wort und
- Der Mensch sieht sich stets im Mittelpunkt. Er rechnet nicht mit Gott, sieht sich Ihm gegenüber nicht verantwortlich und meint, alles selbst regeln zu können, was diese Erde und das Zusammenleben und -arbeiten von Menschen betrifft.
Und doch: Wir leben in dieser (Arbeits-)welt und müssen uns teilweise auch den ESG-Anforderungen stellen. Auch gläubige Arbeitgeber müssen darüber Bericht erstatten[8], wie sie die ESG-Kriterien umsetzen. Hierbei ist es aber sicher möglich, z.B. klimaschonende Maßnahmen (z.B. die Wiederverwertung von Materialien, Umstellung auf ressourcenschonende Fertigungsverfahren etc.) und Prinzipien eines gedeihlichen Miteinanders in der Arbeitswelt umzusetzen und auch ein Unternehmen nach integren, fairen und rechtskonformen Maßstäben zu führen – und diese dann in die erforderliche Berichterstattung aufzunehmen. Die drei Bereiche von ESG enthalten glücklicherweise genügend Kriterien, deren Umsetzung nicht gegen biblische Aussagen und Grundsätze verstößt.
Eins aber müssen wir abschließend festhalten: Die Hauptstoßrichtung von ESG ist widergöttlich. Das muss man einfach einmal ganz klar so sagen. Gott hat längst in seinem Wort niedergelegt, wie der Mensch mit der Schöpfung und Mitmenschen umgehen soll. Aber das will unsere Gesellschaft nicht hören, denn das fordert die Anerkennung Gottes und Gehorsam Ihm gegenüber. Die Menschen werden einmal „den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen“ (Röm 1,27). Um das Klima muss sich keiner Sorgen machen – Gott entgleitet gar nichts – auch wenn Er manches zulässt. Diese Erde, um die der Mensch sich so viele Gedanken macht und für deren Erhalt er schier unendliche Summen ausgibt, wird einmal unter der Herrschaft des Herrn Jesus eine 1000-jährige wunderschöne Blütezeit erleben – aber sicher nicht als Folge einer ökologischen Nachhaltigkeit durch den Menschen, sondern, weil Christus es so will und Er die Erde – vor allem von Sünde – reinigen wird. Das wird eine herrliche Zeit sein, wie sie diese Erde seit dem Sündenfall nicht gesehen hat.
[1] Es gibt Unmengen an Literatur zu diesem Thema, die wir unmöglich hier behandeln können und wollen. Daher im Folgenden nur ein paar Grundzüge zu den Ursprüngen, der wesentlichen Entwicklung und den Hauptmerkmalen der Inhalte der „Nachhaltigkeitsbewegung“.
[2] So z.B. die Bundesregierung auf ihrer Webseite unter „Richtschnur der Politik“: https://www.bundesregierung.de/breg-de/schwerpunkte-der-bundesregierung/nachhaltigkeitspolitik/nachhaltigkeitsziele-erklaert-232174
[3] Auch wenn das Paradies Eden für den Menschen verloren ist, zeigt dieser Vers doch Gottes Plan, dass der Mensch das Geschaffene bewahren soll.
[4] Von lat. „includere“ = einschließen, umfassen. Inklusion im ESG-Sinn bedeutet, dass alle eingeschlossen und integriert werden und niemand außerhalb der Gemeinschaft stehen soll.
[5] Universität Kassel, Die Bedeutung von Diversität und Inklusion für nachhaltige Unternehmen, uni-kassel.de/forschung/just/forschungsschwerpunkte.
[6] Nicht jedes Unternehmen geht so weit wie die Universität Kassel – und muss es auch nicht. Gläubige Unternehmer können z.B. bibelkonforme Aspekte des „Social“ betonen und in ihren Unternehmen umsetzen.
[7] Wenn Paulus dies auch in erster Linie für den Umgang der Gläubigen untereinander sagt.
[8] Die Pflicht zur Berichterstattung besteht ab einer bestimmten Unternehmensgröße.
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