Die gute Saat

Woher kennt der sein Leben?

Hätten mein Vater und meine Mutter mich verlassen, so nähme doch der HERR mich auf.

Psalm 27,10

 

Stephen, der kleine Afrikaner, ist sieben Jahre alt, als seine Mutter ihn verlässt. Er landet bald auf der Straße. Seinen Hunger stillt er aus den Mülleimern der Weißen, und er schläft unter einer Brücke. Mit 14 Jahren schließt er sich einer gewalttätigen Bande an. Später kommt er zu einer marxistischen Organisation, die das Land befreien will. In ihrem Auftrag soll er in der Bevölkerung seiner Stadt Unruhe stiften.

Am Stadtrand findet eine Zeltevangelisation statt. Mit Benzinbomben bewaffnet mischt sich der jetzt 19-jährige Stephen unter die Besucher. Zu Beginn erzählt jemand von seiner Bekehrung zu Christus; das beeindruckt Stephen, so dass er noch weiter zuhört. Er hört von der Sünde und wozu sie den Menschen antreibt – zum Beispiel auch zu Gewalttaten – und was schließlich das Ergebnis ist. Stephen ist verblüfft; er meint, der Prediger spräche nur zu ihm. Woher kennt der sein Leben?

Dann hört Stephen von der rettenden Gnade Gottes. Am Ende vergisst er ganz, wozu er gekommen ist. Er geht zum Prediger und erzählt ihm seine Lebensgeschichte. Und der liest ihm die Zusage Gottes aus unserem Tagesvers vor.

Stephen weiß von seinen Sünden, und er gesteht sie ein. Und nun wird sein Herz von der Liebe Gottes gewonnen. Zum ersten Mal in seinem Leben kniet er nieder, um zu Gott zu beten. Er spürt, dass Gott ihn liebt und auf ihn wartet. So betet er: „Meine Eltern wollen mich nicht. Nimm mich auf, o Gott, nimm mich auf! Ich bereue all das Böse, das ich getan habe. Jesus, vergib mir und nimm mich jetzt an.“

Stephen empfängt die tiefe Gewissheit: Gott hat ihm vergeben und ihn angenommen. Ein verlorenes Kind unter Millionen von Afrikanern ist von Jesus gefunden worden – das gibt ihm Erleichterung, bleibenden Frieden und Freude.