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Von größter Bedeutung - Impulse zu Ostern

Als Christen brauchen wir eigentlich keine besonderen Feiertage, um uns an die Auferstehung Jesu zu erinnern. Wir tun das letztlich jeden Sonntag, am ersten Tag der Woche, am „Tag des Herrn“, also an seinem Auferstehungstag – wenn wir als Versammlung (Gemeinde) zusammenkommen, um das Mahl des Herrn einzunehmen und Sammlungen durchzuführen (vgl. Apg 20,7; 1. Kor 16,2). Dennoch ist Ostern ein guter Anlass, um über die Bedeutung der Auferstehung nachzudenken.

 

Die leibliche Auferstehung Jesu – heilsentscheidend

Wie fundamental der Glaube an die leibliche Auferstehung Jesu ist, wurde mir in einem Gespräch mit einem Theologiestudenten klar. Ich fragte ihn, ob es an seiner Fakultät auch wiedergeborene Christen gebe. Seine Antwort war so simpel wie verblüffend. Er erkenne sie ganz klar daran, dass sie an die leibliche Auferstehung Jesu glaubten.

Genauso ist es! Paulus schreibt in seinem Brief an die Kolosser: „mit ihm begraben in der Taufe, indem ihr auch mitauferweckt worden seid durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat“ (Kap. 2,12). Was Christus natürlicherweise erlebt hat – Tod und Auferstehung –, vollzieht sich an uns geistlich: Wir sind mit Christus gestorben und auferstanden. Und seit wann ist das so? Seit unserer Bekehrung – seitdem wir an Christus glauben. Und dieser rettende Glaube an Ihn schließt den Glauben an seinen Sühnetod und seine leibliche Auferstehung ein.

 

Ohne Auferstehung – keine Hoffnung

Welche Bedeutung die Auferstehung Jesu hat, wird am deutlichsten, wenn man das Gegenteil durchspielt. Paulus legt den Korinthern dieses „Gedankenspiel“ vor (vgl. 1. Kor 15,12-34). Die Konsequenzen wären fatal:

  • Die Predigt des Evangeliums wäre vergeblich.
  • Der Glaube an Christus wäre vergeblich.
  • Die Gläubigen wären noch in unseren Sünden
  • Die Apostel wären schlichtweg Lügner.
  • Die Entschlafenen wären verloren gegangen.
  • Die Gläubigen wären die Elendesten von allen Menschen.
  • Es wäre unsinnig, Christ zu werden und sich im Dienst für den Herrn (Todes-)Gefahren auszusetzen.

 

Die Auferstehung Jesu – die Verwandlung der Gläubigen

Die Auferstehung des Herrn garantiert jedem Gläubigen eine herrliche Zukunft. Wer ausschließlich zur Familie Adams gehört, für den beginnt mit dem leiblichen Tod ein schreckliches Ende. Er wird zwar eine Auferstehung erleben – allerdings zum Gericht (vgl. Joh 5,29). Wer hingegen zur Familie Christi gehört, wird bei seiner Wiederkunft eine körperliche Verwandlung erleben, die ihn passend macht für die himmlische Herrlichkeit. So, wie Christus, „der Erstling“, bereits einen „geistigen Leib“ empfangen hat, werden alle, die „des Christus sind“, Ihm gleichgestaltet werden (vgl. 1. Kor 15,23.44; Phil 3,21).

 

Die Auferstehung der Gläubigen – glückselig und heilig

In der Offenbarung beschreibt Johannes die Ereignisse vor dem Tausendjährigen Reich und sagt: „Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung!“ (Kap. 20,6).

Die „erste Auferstehung“ geschieht in drei Etappen:

  1. Christus, „der Erstling“, stand nach drei Tagen aus den Toten auf.
  2. Bei der Entrückung der Gläubigen werden alle „Toten in Christus“ auferstehen – von Adam an bis zu diesem Moment.
  3. Die Märtyrer der Drangsalszeit werden vor Beginn des Tausendjährigen Reiches auferweckt.

Wie glücklich und dankbar dürfen wir sein, dazuzugehören! Über uns hat der „zweite Tod“ – der Feuersee – keine Gewalt. Wir erwarten nicht die ewige Trennung von Gott, sondern die Herrlichkeit Gottes. Dazu sind wir berufen! Und wir werden tausend Jahre mit Christus herrschen. Dann wird für immer klar sein, wer das Gute getan hat und wer das Schlechte verübt hat (vgl. Joh 5,29), wer abgesondert für Gott – also „heilig“ ist – und wer es nicht ist.

Drei Fragen an uns:

  • Leben wir gedanklich schon heute in der Auferstehungswelt, die einmal für uns Realität werden wird?
  • Erfüllt uns das Glück und die Dankbarkeit, einmal für immer bei Christus zu sein?
  • Wird schon heute in unserem Leben sichtbar, dass wir „heilig“ sind?

 

Die Auferstehung der Gläubigen – fest, unbeweglich, überströmend

Paulus zieht aus der Lehre der Auferstehung eine ganz praktische Schlussfolgerung:

 

„Daher meine geliebten Brüder, seid fest, unbeweglich, allezeit überströmend in dem Werk des Herrn, da ihr wisst, dass eure Mühe nicht vergeblich ist im Herrn“

1. Kor 15,58

 

Biblische Lehre hat immer Auswirkungen auf unsere Lebenspraxis. Wer die Auferstehung ablehnt, nach dem Motto leben: „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sterben wir“ (1. Kor 15,32). Man lebt, als gäbe es kein Jenseits. Wer aber weiß, dass das Vergängliche bald Unsterblichkeit anziehen wird, gewinnt eine neue Motivation. Er lässt sich nicht von Trends beirren, sondern vertritt einen festen Standpunkt und setzt seine Kraft für das Reich Gottes ein – im Wissen, dass nichts davon verloren geht.

Drei Fragen an uns:

  1. Leben wir so, als gäbe es nur das Hier und Jetzt
  2. Haben wir biblisch fundierte Überzeugungen oder lassen wir uns von jedem Zeitgeist hin- und herbewegen?
  3. Zeigt unser Leben Dynamik im Dienst für den Herrn – bringen wir wirklich vollen Einsatz?

Die Tatsache der Auferstehung verändert unser Leben!