Editorial

Die Bahn des Guten

Wenn ich das Editorial zu Folge mir nach schreibe, greife ich gern ein Thema oder einen Ausdruck auf, der mich persönlich beim Durchsehen der Artikel angesprochen hat. Diesmal ist es der Begriff „Praktische Konsequenzen“ – oder wie wir manchmal sagen: „Umsetzen in die Praxis.“

Ja, das ist so eine Sache mit der Praxis. Wie vieles haben wir schon aus Gottes Wort gehört und gelernt, das eigentlich eine sofortige Folge in unserer Lebenspraxis hätte haben müssen? – und doch haben wir es nicht angepackt.

In den „Lektionen aus der Lebensakademie Salomos“ (S. 24) ist von Frommen die Rede, deren Weg Gott „bewahrt“ (Spr 2,8). Unter Frommen versteht die Bibel Menschen, die in einer lebendigen Beziehung zu Gott und dem Herrn Jesus leben, Ihn lieben und Ihm gehorsam sein wollen. Trifft das auf dich zu? Davon gehe ich aus.

Die Bewahrung Gottes für den Frommen bedeutet unter anderem, dass dieser „jede Bahn des Guten versteht“ (Spr 2,9). Dieses Verständnis zeigen wir schlicht und einfach dadurch, dass wir auf dieser Bahn gehen. Wenn das mal keine „praktische Konsequenz“ für unser tägliches Leben ist!

Der Herr Jesus sagte einmal: „Einer ist gut, Gott“ (Mk 10,38; Mt 19,17). In dieser Welt werden wir nichts Gutes in diesem Sinn finden. Und doch gibt es für jeden von uns eine „Bahn des Guten“ auf der Erde, die wir mit Gott gehen können. Es ist die Bahn Gottes für dich und mich, der Weg, den Er für uns bereitet hat.

Wie oft hat der Herr Jesus zu Menschen gesagt: „Folge mir nach!“ Das wünscht Er auch heute für uns. Und zwar nicht hier und da, sondern fortlaufend und konsequent. DAS ist für dich und mich die „Bahn des Guten“. Und das ist Praxis in Reinkultur.