Aktuelles
KI-generierte Bilder
KI-Technik ist das eine (siehe den Artikel in diesem Heft), ein besonnener Umgang gerade mit Bildern das andere. Wir dürfen unbekannten Quellen nie blind folgen. Wie wichtig ist dies gerade für uns Christen, wenn es um Fragen des Glaubens und des Wortes Gottes geht.
Die in dem ausführlichen Artikel über die KI-Technik aufgeführten Vorzüge dieser Technik wie auch die damit verbundenen Gefahren lassen sich an zwei Beispielen veranschaulichen, die wenige Tage voneinander getrennt in einer Tageszeitung auftauchten.
In Verbindung mit KI wird manchmal behauptet, dass der Beruf des Historikers sicherlich bald ausstirbt, da die Arbeit von KI übernommen wird. Dass dem nicht so ist und im Gegenteil die Arbeit sogar noch wichtiger geworden ist, machen die beiden Beispiele deutlich.
Im ersten Beispiel geht es darum, welche Vorteile die Digitalisierung auch für die Arbeit des Historikers bringt. In einem Artikel unter der Überschrift „Bierpreise runter, Renten rauf, billig zum Arzt: Götz Aly erklärt, warum Hitler erfolgreich war“ schreibt der Historiker über die Vorteile der Digitalisierung für seine Arbeit: „Ich hätte dieses Buch vor 15 Jahren nicht schreiben können, nicht aufgrund der Quellen selbst, sondern wegen des inzwischen sehr viel einfacheren Zugangs. Früher mussten Sie Mikrofilme alter Zeitungen kurbeln, das ging schnell auf die Augen und blieb ergebnisarm. Jetzt haben Sie das herrliche digitale Deutsche Zeitungsportal, die 20.000 Seiten des Goebbels-Tagebuchs, die Goebbels-Reden, Gesetzes- und Verordnungsblätter können Sie digital durchsuchen, auf viele Bücher und Fachartikel digital zugreifen. Damit können Sie einzelne Schlüsselereignisse sehr viel schneller und komplexer darstellen als vor 20 Jahren.“ (OZ, 16.02.26)
Der zweite Artikel jedoch macht deutlich, mit welchen Gefahren auch hier zu rechnen ist und welches Unterscheidungsvermögen sowie welche Vorsicht auch für den historisch interessierten Menschen geraten sind. Unter der Überschrift „Gedenkstätte Esterwegen geht gegen falsche KI-Bilder vor“ war zu lesen: „Seit einiger Zeit machen KI-generierte Fotos vom Holocaust in sozialen Netzwerken die Runde. Die Leiter der Gedenkstätte Esterwegen warnen vor diesen Verfälschungen der Geschichte – Nutzer von sozialen Netzwerken sind ihnen in der jüngeren Vergangenheit bestimmt schon einmal begegnet: Bilder, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden. In den letzten Monaten häufen sich solche Inhalte, die einen Bezug zum Nationalsozialismus herstellen. Die Gedenkstätte Esterwegen wehrt sich gegen die Verbreitung dieser Verfälschungen von historischen Ereignissen“ (OZ 19.02.26)
Somit sieht man, dass es selbst bei so harmlosen Aufgaben wie einem Geschichtsreferat immer noch notwendig ist, die von KI erstellten Daten auch wirklich zu überprüfen. Der Satz aus 1. Thessalonicher 5,21 gilt auch hier: „Prüft aber alles, das Gute haltet fest.“
Wieviel mehr das auf geistlichem Gebiet der Fall ist, hat der genannte Artikel ja deutlich gemacht. Schließlich wollen wir nicht „zur Beute“ werden, weder von Philosophie noch von KI:
„Gebt acht, dass nicht jemand da sei, der euch als Beute wegführt durch die Philosophie und durch eitlen Betrug“
Kol 2,8
Doch liebt die Wahrheit und den Frieden
Sach 8,19

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