Die gute Saat

Ewigkeit

Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der in Ewigkeit wohnt und dessen Name der Heilige ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei dem, der zerschlagenen und gebeugten Geistes ist, um zu beleben den Geist der Gebeugten und zu beleben das Herz der Zerschlagenen.       

Jesaja 57,15

 

Sie hatte mit ihren Freundinnen einen schönen Abend verbracht: Sie hatten Karten gespielt und einen guten Wein getrunken, hatten erzählt und gelacht. Als sie nach Hause kam, sah sie auf dem Küchentisch eine Bibel liegen. Eines ihrer Kinder hatte wohl darin gelesen und vergessen, sie wegzuräumen. Sie nahm sie, sah kurz hinein, klappte sie zu, legte sie weg und ging zu Bett – doch sie konnte nicht einschlafen.

Warum wälzte sie sich ruhelos hin und her? War der Abend zu aufregend gewesen? Hatten die Gespräche sie zu sehr aufgewühlt? Oder war der Wein schuld? Nichts davon. Es war ein Wort, das sie nicht schlafen ließ. Kurz bevor sie die Bibel auf dem Tisch zugeschlagen hatte, hatte sie ein Wort gelesen – und konnte es nicht mehr vergessen: EWIGKEIT.

Wie verblasste der Abend vor diesem Wort! Wie hohl empfand sie im Rückblick die Gespräche und das Gelächter! Wie nichtssagend und leer erschien ihr jetzt ihr Leben – vor diesem gewaltigen Wort: EWIGKEIT!

Ja, die Worte der Bibel sind „wie Feuer“, sind „wie Treibstacheln und wie eingeschlagene Nägel“ – aber sie sind auch „Worte der Gnade“, „Worte ewigen Lebens“, „gute Worte, tröstliche Worte“ (Jeremia 23,29; Prediger 12,11; Lukas 4,22; Johannes 6,68; Sacharja 1,13).

Die Worte eines Buches können ihre Wirkung und Tiefe erst entfalten, wenn sie gelesen werden. – Hast du schon angefangen, die Bibel zu lesen? Erlaube ihr doch, dir Gottes ganze Gnade und Wahrheit in Liebe zu zeigen!