2. Samuel 2 bis 5
David wird König – in Hebron und in Jerusalem
Als David vom Tod Sauls hört, freut er sich nicht darüber, dass sein Erzfeind tot und somit der Königsthron verwaist ist. Nein, sein Herz ist „verwaist“, und er trauert in Ziklag um Saul und Jonathan (2. Sam 1).
David wird König über Juda (2. Sam 2)
Doch es gilt auch zu handeln. Dabei ist David besonnen und ruhig: Er fragt den Herrn, in welche Stadt Judas er gehen soll. Es wird ihm Hebron gewiesen, wo ihn die Männern Judas zum König über Juda salben.
Danach ermutigt er die Männer von Jabes-Gilead, die Saul ehrenvoll begraben haben: Sie sollen sich nicht vor der Rache der Philister fürchten, vielmehr dürfen sie mit dem Segen des Gottes Israels rechnen.
Unterdessen macht Abner, der Heeroberste Sauls, Isboseth, einen Sohn Sauls, in Machanaim zum König über Israel. Isboseth ist ein schwacher König, der völlig von Abner abhängig ist. Doch David zieht nicht aus, um Isboseth zu bekämpfen. Er hält an dem Versprechen fest, das er Saul gegeben hat, seine Nachkommen nicht auszurotten (1. Sam 24,21-23). Die edle Gesinnung Davids sowie seine Ruhe und seine Abhängigkeit von Gott sind richtungsweisend für uns.
David wird Vater (2. Sam 3,1-5)
In Hebron werden dem David einige Söhne geboren. Von Kileab, dem Sohn Abigails, hören wir später nichts mehr; vielleicht ist er früh gestorben. Von den sechs Söhnen, die in den Versen 2-5 erwähnt werden, werden später drei ermordet (Amnon, Absalom und Adonija).
Überhaupt sah es im Familienleben von David nicht rosig aus. Seine Tochter Tamar wurde von ihrem Halbbruder Amnon vergewaltigt; zwei seiner Söhne wollten ihm den Königsthron streitig machen, und seine Frau Michal verachtete ihn. David war ein guter König und Feldherr sowie ein großartiger Poet und Schreiber – doch in seinem Haus war leider manches in Unordnung.
David trauert um Abner (2. Sam 3,6-39)
Was Demut betrifft, ist David ein echtes Vorbild. Das zeigt sich auch darin, dass er um den Heerobersten Abner aufrichtig trauert, als dieser von Joab hinterlistig ermordet wird. David redet respektvoll von seinem erklärten Feind Abner und gewinnt auf diese Weise die Achtung des Volkes.
Allerdings ist es auch wahr, dass der feinfühlige David nicht hart genug gegen Joab vorgeht. Er spricht zwar einen Fluch über diesen egozentrischen Erfolgsmenschen aus, aber er lässt nicht die Maßnahmen folgen, die man von einem König erwarten könnte.
Leute, die sensibel und emotional sind, sind oft in ihrer Freundlichkeit und Bescheidenheit vorbildlich. Doch sie sind in Gefahr, es an Entschiedenheit fehlen zu lassen. Lernen wir daraus für unser Leben!
David erfährt vom Tod Isboseths (2. Sam 4)
Auch in diesem Kapitel sehen wir, wie großmütig David ist. Als er hört, dass Isboseth, sein direkter Gegenspieler, tot ist, macht er keine Freudensprünge. Wenn er auch nicht viel Gutes über ihn sagen kann, so bezeichnet er ihn doch als einen „gerechten Mann“ (V. 11).
Und wie konsequent er mit den Feinden Isboseths umgeht, zeigt noch einmal mehr, dass er das Königtum nur aus der Hand Gottes nehmen will und frei von rachsüchtigen Gedanken ist.
David wird König über ganz Israel (2. Sam 5,1-5)
Nach dem Tod Isboseths kommen alle Stämme Israels zu David nach Hebron. Endlich wird der Mann nach dem Herzen Gottes, der nun etwa 37 Jahre alt ist, zum König über ganz Israel gesalbt.
Doch warum sind die zehn Stämme nicht schon längst gekommen? Sie wissen schließlich, dass David bereits zu Lebzeiten Sauls „Israel aus- und eingeführt“ hat. Auch ist ihnen bekannt, dass der Herr David schon Jahre vorher als Fürst über das ganze Volk Israel bestimmt hat – wie sie selbst bestätigen (V. 2). Trotzdem sie sind sieben Jahre lang einem anderen gefolgt.
Vielleicht erkennen wir uns in den zehn Stämmen wieder. Auch bei uns kann es vorkommen, dass Jahre vergehen, bis wir eine geistliche Erkenntnis in die Praxis umsetzen und den wahren „König“, Jesus Christus, wirklich Herr über unser Leben sein lassen.
David wohnt in Jerusalem (2. Sam 5,6-25)
Für David ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, mit seinen Männern nach Jerusalem zu ziehen und sich dort ein Haus zu bauen.
Davids Einfluss und Ruhm wird immer größer. Es ist klar, dass das den Feind auf den Plan ruft: Die Philister ziehen heran, um gegen den König Israels zu kämpfen. David fragt Gott, was er jetzt tun soll, und er siegt. Als er von Samuel zum König im Verborgenen gesalbt worden war, hat er den Philister Goliath und seine Gefolgsleute niedergerungen (1. Sam 16 und 17). Jetzt, als gesalbter König über ganz Israel, besiegt er die Philister mit Gottes Hilfe erneut.
Kurz nach ihrer Niederlage ziehen die hartnäckigen Philister wieder heran. Die Situation ist prinzipiell genauso wie vorher. Nichts wäre verständlicher gewesen, als direkt gegen sie loszustürmen. Doch David wartet auf den Herrn und lässt sich von Ihm konkret zum Triumph führen.
Manche Dinge scheinen sich auch in unserem Leben zu wiederholen. Hüten wir uns, nach „Schema F“ zu handeln. Wir brauchen vielmehr die gelebte Abhängigkeit von Gott – dann werden sich auch in unserem Leben Glaubenssiege einstellen.

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