Kämpfend
David besiegt Goliath (1. Sam 17)
Im Kampf gegen den Riesen Goliath ist David ein mutmachendes Beispiel für jeden (jungen) Glaubenden im Kampf gegen den Feind, den Teufel.
Diese Begebenheit illustriert, was Johannes den Jünglingen schreibt: „Ich habe euch, Jünglinge, geschrieben, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt“ (1. Joh 2,14).
Gehorsam und Liebe
David ist dem Wort seines Vaters gehorsam und macht sich auf den Weg, seine Brüder im Kampf gegen die Philister zu besuchen. Weil er seinen Gott und das Volk Gottes von Herzen liebt, kann er nicht ertragen, was er dort erlebt: Dass der Kämpfer der Philister die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt (1. Sam 17,26).
Es war nicht der gute Zustand im Volk Israel, der David überzeugte. Nein, im Volk Gottes sah es gar nicht gut aus. Das Priestertum hatte versagt, der König Saul kam seiner Aufgabe, das Volk von den Philistern zu befreien, nicht nach. Alles war schwach, den Israeliten standen kaum Waffen für den Kampf zur Verfügung. Und doch war David bereit, sein Leben einzusetzen für dieses Volk. Er sah, dass es Gottes Volk war und deshalb wollte er trotz aller Schwachheit gern dafür kämpfen. Er suchte die Ehre Gottes und er wusste, dass es sich jedenfalls lohnen würde, dafür einzutreten.
Schwierigkeiten werden überwunden
Deshalb lässt er sich auch nicht durch den Widerstand, der ihm entgegenschlägt, aufhalten. Da ist zuerst sein eigener Bruder Eliab, der ihm falsche Absichten unterstellt. David geht gar nicht weiter darauf ein. Er weiß, dass er auf dem richtigen Weg ist und dass es der Mühe wert ist, zu kämpfen. Auch wenn Saul ihm vorstellt, dass es aus seiner Sicht aussichtslos für David ist, gegen Goliath anzutreten, lässt er sich nicht aufhalten. Er entgegnet, dass er im Vertrauen auf Gott gehe, der ihm auch in der Vergangenheit schon oft geholfen hat.
Schließlich geht es noch um die Wahl der Waffen. Saul bietet David die nach menschlichen Gesichtspunkten bestmögliche Ausrüstung an. Doch David kann damit nicht umgehen. So geht er schließlich mit der Ausrüstung, mit der er sich auskennt: Er wählt fünf glatte Steine aus dem Bach und schämt sich nicht, mit seiner Schleuder dem gut gerüsteten Riesen entgegenzutreten. Er weiß, dass es nicht um die Qualität der Waffen geht. Er setzt das Wenige ein, das er beherrscht und vertraut dabei ganz auf seinen Gott. Das ist der Weg zum Sieg!
Fassen wir bis hierher kurz zusammen. Der Weg zum Sieg über den Feind ist gekennzeichnet durch Gehorsam, Liebe zu Gott und seinem Volk, Vertrauen auf Gottes Macht und Hilfe, Nutzung der Hilfsmittel, mit denen wir umgehen können und ein Weitergehen Schritt für Schritt in Gemeinschaft mit Gott.
Der höhere Blick
Durch diesen Blick auf das Leben Davids werden wir angespornt, nicht mutlos dem Feind das Feld zu überlassen, sondern im Vertrauen auf Gott den Kampf zu wagen. Wenn er in unserem persönlichen Leben oder in dem Miteinander als Glaubensgeschwister Schaden anrichten will, wollen wir ihm widerstehen. Wenn wir z.B. Zeugen davon werden, wie Gott und seine Gedanken lächerlich gemacht werden, wollen wir Stellung beziehen. Doch darüber hinaus richtet diese Geschichte unseren Blick auf den Herrn Jesus, der am Kreuz auf Golgatha Satan besiegt hat. Es ist sehr erstaunlich, wie detailgenau die Begebenheit geschildert wird, so dass ein klares Bild von dem entsteht, was der Herr Jesus getan hat.
Der prophetische Zusammenhang
Wenn 1.Samuel 17 den Sieg des Herrn Jesus über den Teufel zeigt, dann geschieht das vor dem Hintergrund der gesamten Geschichte Davids. Er ist der gesalbte König und er wird einmal alle Feinde des Volkes Gottes besiegen und Israel zur Ruhe führen. Damit macht er den Weg frei für die Friedens- und Segenszeit unter der Herrschaft seines Sohnes Salomo.
In diesem Zusammenhang erkennen wir, dass der Sieg des Herrn Jesus, den er am Kreuz auf Golgatha errungen hat, die Grundlage für den Segen ist, zu dem er einmal sein irdisches Volk führen wird. Sein Werk am Kreuz hat noch viel mehr gesegnete Auswirkungen, besonders für uns, die Glaubenden in der Gnadenzeit. Aber das ist nicht in erster Linie Thema in 1. Samuel.
Vom Vater gesandt …
Wie David von seinem Vater gesandt wurde, so kam der Herr Jesus, der wahre David, als der Gesandte vom Vater. Sein Auftrag war es, nach dem Wohlergehen seiner Brüder zu sehen. So, wie David geröstete Körner und Brote zu den Brüdern bringen sollte, so kam der Herr Jesus als das Brot des Lebens zu seinem Volk (Joh 6). Und so, wie David Milchkäse1 mitbrachte, so kam der Herr Jesus, um Segen vom Himmel zu bringen und von dem Volk eine Antwort zurück zu Gott (1. Sam 17,16.17).
… abgelehnt von den Brüdern
Sowohl David als auch der Herr Jesus erfüllten gehorsam den Auftrag ihres Vaters – und erlebten dabei die Ablehnung durch ihre eigenen Brüder: bei David vor allem durch seinen ältesten Bruder Eliab, beim Herrn Jesus besonders durch die Führer des Volkes.
Siegreich auf besondere Weise
Doch unbeirrt gingen beide ihren Weg weiter. David traf den Riesen mit einem Stein an seiner Stirn, so dass er zu Boden fiel. Dann tötete er ihn mit seinem eigenen Schwert. Das illustriert einen Vers aus dem Neuen Testament, der das Werk des Herrn Jesus am Kreuz beschreibt. Es ist Hebräer 2,14: Er hat durch den Tod den zunichte gemacht, der die Macht des Todes hat.
So, wie David den Riesen Goliath mit dessen eigenem Schwert tötete, so hat der Herr Jesus den Teufel durch den Tod – also mit der Waffe, die der Teufel selbst benutzt, um Menschen in Furcht zu halten – zunichtegemacht. Freiwillig ging Er in den Tod, gab sein Leben in göttlicher Vollmacht und hat dadurch den Teufel besiegt. Seine Auferstehung ist der endgültige Beweis dafür, dass Er der Sieger von Golgatha ist. Seit dem Werk des Herrn Jesus am Kreuz ist Satan ein besiegter Feind. Noch übt er eine gewisse Macht aus, doch nicht mehr lange. Und in der Kraft Gottes können wir dem Teufel widerstehen und so auch in unserem Glaubensleben an dem Sieg des Herrn Jesus teilhaben.
David erntete Jubel für seinen Sieg. Doch dieser Jubel hielt nicht lange an. Aber da war einer, der David liebte wie seine eigene Seele. Es war Jonathan, dessen Liebe David so viel bedeutete. Das darf auch meine und deine Antwort auf den Sieg des Herrn Jesus sein – dass wir Ihn lieben und uns Ihm ganz zur Verfügung stellen.
[1] Milch (und Honig) steht für den Segen und die Fruchtbarkeit des Landes Kanaans. Dieser Segen Kanaans entspricht in der neutestamentlichen Bedeutung dem geistlichen Segen in den himmlischen Örtern.
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